Chinesischer Botschafter trägt sich ins Goldene Buch ein

Ungewöhnliche Premiere

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Botschafter Shi Mingde trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein. OB Dr. Ulrich Netzer (rechts) und Staatssekretär Gerd Müller (links) freut’s.

Kempten – Die ersten chinesischen Schriftzeichen stehen seit Dienstag im Goldenen Buch der Stadt Kempten: Der Botschafter aus China in Deutschland, Shi Mingde, besuchte das Rathaus. „Dass ich der erste in der über 2000-jährigen Geschichte Kemptens bin, freut mich sehr”, so der Botschafter.

Da er seit seinem Studiumsbeginn 1972 in Berlin schon viele Städte hierzulande besucht habe, aber Kempten noch nicht kannte, sagte der Botschafter: „Nach über 40 Jahren ist es höchste Zeit dafür geworden.” Er zog mit einem Augenzwinkern auf die großen Unterschiede bezüglich der Bevölkerungszahlen in Städten in Deutschland und China eine historische Parallele zwischen China und Kempten: „Geschichtlich sind wir auf gleicher Augenhöhe, da unser Land auch vor etwa 2000 Jahren vom ersten Chinesischen Kaiser vereint wurde.” 

Er habe schon viel über Kempten und das Allgäu gelernt bei seinem Besuch. „Ich werde daher gern für den Tourismus und die Wirtschaftskontakte nach Kempten und ins Allgäu werben”, so Shi Mingde. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) wies auf die wirtschaftlichen und kulturellen Stärken der Region Allgäu und der Stadt Kempten hin. Die jungen Menschen aus China, die in Kempten studieren, förderten den Austausch in wirtschaftlicher wie kultureller Hinsicht, so Netzer. „Es ist schön, dass unsere Herzen heute so offen sind, dass wir zwischen Deutschland und China über tausende von Kilometern hinweg unser Wissen, Können und unsere Kulturen austauschen”, ergänzte Staatssekretär Dr. Gerd Müller (CSU), der ebenfalls an dem Termin teilnahm.

kb

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