Erwartungen übertroffen

32 926 Übernachtungen im ersten Jahr für das JUFA Kempten: Die 5. und 12. Klasse des Gymnasiums aus Fürstenried freut sich mit Johannes Bernhard (Manager JUFA Kempten, hinten v.r.), Gerhard Wendl (Vorstandsvorsitzender JUFA), KKU-Chef Thomas Siedersberger, Bürgermeister Josef Mayr und Gernot Reitmaier (Vorstand JUFA). Foto: JUFA

Eine positive Bilanz zog die JUFA-Gruppe nach dem ersten Betriebsjahr des JUFA (Jugend- und Familiengästehaus) in Kempten am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Zwischen dem 1. September 2011 und dem 31. August 2012 wurden 32 926 Übernachtungen gezählt. „Dieses Ergebnis ist eine Bestätigung für den Standort Kempten“, betonte Gerhard Wendl, Vorstandsvorsitzender der JUFA-Gruppe. Wie international das Publikum in Kempten ist, zeigt ein genauerer Blick in die Gästestatistik. So konnten Gäste aus 44 Ländern begrüßt werden.

Das gute Ergebnis ist nicht zuletzt auf den Rekordmonat Juli zurückzuführen. Erstmals konnte im JUFA Kempten in einem Monat die Schallmauer von 5000 Übernachtungen geknackt werden. Das entspricht einer Auslastung von 96 Prozent. „Es gibt auch im Allgäu keine Schönwetter-Garantie, aber durch das angrenzende Erlebnisbad Cambomare steht den Gästen auch ein attraktives Schlechtwetter-Angebot zur Verfügung“, erklärte Johannes Bernhard, Manager des JUFA in der Kemptener Stadtbadstraße. Bemerkenswert ist die Internationalität der Gäste. Der Großteil kam im ersten Jahr wie erwartet aus Deutschland (73 Prozent). Platz zwei im Nationen-Ranking geht mit 12 Prozent an die österreichischen Nachbarn. „Wenn ein JUFA eröffnet, wird in allen anderen JUFAs kräftig Werbung gemacht. Wir haben sehr viele Familien, die sich jedes neue JUFA selber ansehen wollen“, beschreibt JUFA-Vorstand Wendl den „Ösi-Boom“ in Kempten. Auf den weiteren Rängen der Nationenwertung liegen die Schweiz und die Niederlande. „Die weiteste Anreise hatte eine junge Frau. Zwischen ihrem Heimatort und Kempten liegen nicht weniger als 18 600 Kilometer. Die Frau kam aus Christchurch in Neuseeland“, berichtete Bernhard. Neben jungen Familien und anderen Individualreisenden ist JUFA eigenen Angaben zufolge besonders stolz darauf, bereits im ersten Jahr zum begehrten Reiseziel für Schulen, Vereine und Firmen gewesen zu sein. Auch 19 Behindertengruppen nutzten das JUFA für Urlaube. Äußerst positiv aufgenommen wurde von den Gästen auch das erlebnispädagogische Konzept des Jugend- und Familiengästehauses. Kempten als älteste Stadt Deutschlands mit seiner Geschichte zurück bis in die Römerzeit ist im Haus allgegenwärtig. Schautafeln im ganzen Haus geben den Gästen einen Einblick in die Zeit der Römer und stellen auch einen Bezug zur heutigen Zeit her.

Meistgelesene Artikel

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Neues Wettbewerbsgebiet für Stadtparkgestaltung

Kempten – „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“ lautet eine Redensart, die sich nun bei der Auslobung für den Wettbewerb zur …
Neues Wettbewerbsgebiet für Stadtparkgestaltung

Wirtschaftlicher Erfolg durch Ökologie

Kempten – Dem selbstsicheren, ruhig auftretenden und entspannt schwäbelnden Oberbürgermeister von Stuttgart, Fritz Kuhn, gelang es beim …
Wirtschaftlicher Erfolg durch Ökologie

Kommentare