Fahrradverkehr stärken

Die Stadträte Thomas Hartmann, Eduard Bühler (Die Grünen) und Helmut Hitscherich (UB/ÖDP) lassen nicht locker: Am Dienstag hat sich das Trio zu einem Gespräch mit Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und des Verkehrsclubs Deutschland zum Gesamtverkehrsplan 2020 (der KREISBOTE berichtete mehrfach) getroffen.

Die Gesprächsrunde war sich einig, dass eine wichtige Zielsetzung des Plans sein muss, Maßnahmen aufzuzeigen und umzusetzen, die die Bürger veranlassen, vom Auto auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie Fahrrad und öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen oder zu Fuß zu gehen. Außerdem bestand Übereinstimmung darin, dass geklärt werden muss, wie viel Individualverkehr künftig in die Stadt darf und soll und das Abkürzungsverkehr möglichst vermieden werden sollte. Die Runde verständigte sich darauf, dass die Bahnhofstraße zwischen Hirnbein- und Beethovenstraße für den Individualverkehr gesperrt werden sollte. Zweifel an Nordspange Die Notwendigkeit der Nordspange und einer Tiefgarage am Hildegardisplatz wurde bezweifelt. Ein besonderes Augenmerk sei hingegen künftig dem Radverkehr zu schenken. Von daher zeigten sich die Anwesenden erfreut, dass es für Kempten eine Radkarte gibt. Allerdings sei die aber noch entwicklungsbedürftig. Deshalb fordern die Beteiligten eine bequeme und vernetzte Radverbindung für die Stadt einschließlich Beschilderung, Fahrradstellplätzen am Forum, im Bereich Residenz, am Rathausplatz und oder St. Mang-Platz sowie am Hauptbahnhof. Ebenso sollten an diesen Orten Schließfächer zur Unterbringung von Gepäck angebracht werden. Reine Radstraßen? Fahrradwege seien außerdem grundsätzlich von Fußgängerwegen zu trennen. In diesem Zusammenhang kann sich die Runde auch reine Fahrradstraßen vorstellen. In diesen haben Radfahrer Vorrang vor Autofahrern. Ziel müsse sein, den Radfahrer besser in den Verkehr zu integrieren und den Anteil am Radverkehr zu steigern. „Bisher ist das Fahrrad als Nahverkehrsmittel im Kemptener Alltag unterentwickelt“, so Hitscherich. Mit dem Gesamtverkehrsplan soll zudem das ambitionierte Ziel „Kempten Vorzeigestadt im Klimaschutz“ untermauert werden.

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