Die Familie hält sie jung

Bürgermeister Josef Mayr beglückwünscht Johanna George zum 100. Geburtstag. Foto: Läufle

Einmal Zeppelin fliegen – das ist ein Wunsch von Johanna George, den sie sich unbedingt noch erfüllen will. Zweimal war sie dafür auch schon in Friedrichshafen, wegen schlechten Wetters konnte sie jedoch nicht in die Luft gehen. Sicherlich wäre Johanna George eine der ältesten Damen, die jemals in einem Zeppelin geflogen sind – sie wurde am Mittwoch vergangener Woche 100 Jahre alt.

Anlässlich dieses besonderen Jubiläums stattete ihr Bürgermeister Josef Mayr (CSU) einen Besuch ab und überreichte ihr neben Präsenten der Stadt auch ein Glückwunschschreiben und ein Geschenk des Bayerischen Ministerpräsidenten. Die Jubilarin freute sich sehr über diesen Besuch. „Das ist eine große Freude und Ehre für mich“, meinte sie. Aufgewachsen ist Johanna George in der kleinen Stadt Liebenthal. Von dort aus ging es nach Görlitz, wo sie ihren Schulabschluss und die Ausbildung zur Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin absolvierte. Da sie damals in mehreren Schulen gleichzeitig beschäftigt war, verbrachte sie täglich einige Stunden damit, von Schule zu Schule zu laufen. In Görlitz lernte die Jubilarin auch ihren späteren Ehemann Hans George kennen. 1937 fand die Trauung statt. Aus ihrer Ehe gingen zwei Töchter hervor. 1945 flüchtete das Paar aus Schlesien nach Selb und baute sich unter großen Schwierigkeiten ein neues Leben auf. 1970 zogen sie schließlich nach Kempten. Wandern gehörte fortan zu ihren größten Hobbys. Nachdem ihr Mann 1981 verstarb, ging Johanna George noch bis sie über 80 war alleine regelmäßig wandern. Heute genießt die 100-Jährige ihr Leben inmitten ihrer beiden Töchter, fünf Enkel und bald elf Urenkel. „Sie sind in bewundernswerter körperlicher Verfassung und bei guter Gesundheit“, stellte auch Mayr fest. Jung gehalten habe sie vor allem die Liebe zur Natur. Außerdem sei sie in einem sehr guten Elternhaus aufgewachsen und habe einen sehr lieben Mann gehabt. Die Hilfe ihrer Töchter schätzt sie sehr. „Meine Mutter hatte ihr Leben lang eine positive Einstellung“, sagte eine ihrer Töchter. Und mit dieser Einstellung klappt es bestimmt auch noch mit dem Zeppelin-Flug.

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