Oberlinhaus wird neu eröffnet

Mit Leben füllen

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Als vorbildliche Kindertagesstätte bezeichnete OB Dr. Netzer das neue Oberlinhaus.

Kempten – „Wer ein Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich nicht auf, sondern den, der mich gesandt hat”, heißt es im Markus-Evangeliums. Dekan Jörg Dittmar stellte in seiner Dankesrede anlässlich der Fertigstellung des Oberlinhauses im Freudenthal diesen Bezug zum Neuen Testament her.

Gemeint haben dürfte er, dass wir die Kleinsten in die Mitte nehmen und ihnen eine bestmögliche Heranführung an das Leben geben sollten. Dies wird auch zukünftig wieder die zentrale Aufgabe des Oberlinhauses sein. Die neue Einrichtung der Diakonie beherbergt wieder eine Kindertagesstätte, eine Kinderkrippe und einen Kindergarten für insgesamt 111 Kinder. Die Kosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. 

Im März 2012 versammelten sich an gleicher Stelle die Verantwortlichen zum Spatenstich. Für die Zeit des Neubaus mußten die Kinder des Oberlinhauses auf Kitas in Lenzfried ausweichen. Im September war für die Kinder und Erzieherinnen die Zeit des Wartens vorüber und sie konnten zurück an alte Stätte. Jetzt im November konnte Vollzug gemeldet werden und alle Verantwortlichen trafen sich zu einer fröhlichen Einweihungsfeier. „Wir haben einen wunderschönen, lichtdurchfluteten Baukörper erhalten, der ein Vorbild für eine moderne Kindertagesstätte darstellt”, so OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). „Dieses Haus wird nun mit Leben gefüllt, ein Ort wo die Kleinsten soziales Miteinander lernen”, so der OB weiter. Die Geschäftsführerin der Diakonie, Indra Baier-Müller, sowie die Leiterin der Kindertagesstätte, Susanne Balaz, richteten Dankesworte an die Versammelten. „Wir werden eine integrative Kindertagesstätte werden, in der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut werden. 

Auch die Integration von Kindern mit Immigrationshintergrund ist uns eine Herzensangelegenheit”, so die Leiterin auf Anfrage. Dass Eltern und Kinder mit Immigrationshintergrund sich aktiv am Geschehen im neuen Oberlinhaus beteiligen, wurde bei einem Auftritt deutlich. Jeweils ein Elternteil trat hervor und hielt eine Dankesrede in seiner Muttersprache. Spanisch, Russisch, Italienisch, Serbo-Kroatisch und Türkisch waren zu vernehmen.

Jörg Spielberg

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