Feneberg schließt

Der Fenebergmarkt im Haubenschloß soll im Januar 2012 geschlossen werden. Foto: Matz

Der Fenebergmarkt in der Haubenschloßstraße steht vor dem Aus: Anfang Januar 2012 soll er zum letzten Mal seine Pforten öffnen, wie Geschäftsführer Hannes Feneberg am Dienstag gegenüber dem KREISBOTEN bestätigte. Stadtrat Peter Wagenbrenner von der CSU Kempten-Süd will die Schließung des kleinen Supermarktes allerdings nicht so einfach hinnehmen. „Das ist ein Nahversorger für die älteren Bürger im Haubenschloß“, empörte er sich.

„Das hat wirtschaftliche Gründe“, begründete Hannes Feneberg gegenüber dem KREISBOTEN die Schließung des Marktes in der Haubenschloßstraße zu Beginn des kommenden Jahres. Zum einen sei die Verkaufsfläche vergleichsweise klein, zum anderen die Parkmöglichkeiten schlecht. „Und junge Familien gibt es dort schon lange nicht mehr“, so Feneberg. Nur von älteren Kunden mit kleinen Einkäufen könne der Laden aber nicht überleben. Die mittlerweile notwendig gewordenen Investitionen in Unterhalt und Ausbau rechneten sich so nicht mehr. Trotzdem wolle das Unternehmen mit einem eigenen Konzept den Erhalt der vielen kleinen Fenebergläden auch in Zukunft ermöglichen. „Wir machen uns darüber sehr viele Gedanken und wollen sie wo möglich halten“, betonte Hannes Feneberg. Die Mitarbeiter sind nach Angaben Fenebergs bereits über das Ende ihres Ladens informiert worden und sollen künftig in anderen Fenebergmärkten eingesetzt werden. Bei Stadtrat Peter Wagenbrenner von der CSU Kempten-Süd stößt die Schließung auf Unverständnis. Deshalb will er nun mit einer Unterschriftenaktion und dem Appell an die Haubenschloßbewohner, verstärkt im Fenebergmarkt im Haubenschloß einzukaufen, um den Erhalt des Ladens kämpfen. „Das ist doch vor allem ein Nahversorger für die älteren Bürger“, so Wagenbrenner. „Die nächste Möglichkeit ist der Rewe – aber das ist älteren Menschen nicht zumutbar“, spielte er auf den Rewe-Standort fast an der Bahnhofstraße an. Für Wagenbrenner ist die Schließung des Fenebergmarktes nur der bisherige Höhepunkt der Entwicklung im Haubenschloß mit Schließungen von Bankfilialen und Geldautomaten. „Es ist ein Unding, was passiert ist“, so Wagenbrenner. Dass die endgültige Schließung noch verhindert werden kann, glaubt Hannes Feneberg indes nicht. „Man sollte zwar niemals nie sagen, aber in dem Fall müsste der Markt schon einen gewaltigen Satz tun“, sagte er.

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