Fest zugunsten der Lebenshilfe

Haare schneiden zugunsten der Lebenshilfe: Klaus Meyer hatte bei dieser Aktion im vergangenen Jahr seine Haarpracht übrigens auch der Chefin Türkan Karakus anvertraut. Heuer, zum einjährigen Bestehen vom Irish Pub und „Charisma – Hairstyle“ gibt es gleich ein richtiges Straßenfest mit Musik, Kuchen und Hotdogs – und Haare schneiden. Foto: moriprint

Geburtstage feiert man mit Kuchen und guten Freunden. Das genügt Türkan Karakus und Erwin Trunzer nicht: Die beiden Geschäftsleute an der Sutt machen am kommenden Samstag, 4. September, daraus ein Benefiz-Straßenfest zugunsten der Lebenshilfe Kempten. Ihr Argument: „Uns geht es gut und wir möchten mit der Aktion auch an die denken, denen es nicht so gut geht.“

Ab 10 Uhr stehen Sabrina, Kerstin, Heidi, Sarka und Chefin Türkan Karakus mit der Haarschere bereit, während Peter Trunzer und sein Team den Hotdogwagen bestücken und die irische Gruppe „Heaven´s Doorstep“ die Musikinstrumente stimmt. Das Duo gibt abends ab 20 Uhr im Pub zudem ein Konzert. Mittags um 13 Uhr wird die Jubiläumstorte angeschnitten. Die Lebenshilfe hält ein großes Zelt parat, damit das Straßenfest auch bei ungünstiger Witterung stattfinden kann. Schon im vergangenen Jahr bei ihrer Geschäftseröffnung hatte Türkan Karakus dies auf soziale Weise und gar nicht „leise“ getan. Damals bot die Inhaberin vom „Charisma Hairstyle“ an der Sutt 7 Haarschneiden zugunsten der Lebenshilfe Kempten an. Zusammen mit dem gleichzeitigen Kuchenverkauf kamen über 1200 Euro zusammen. „Mein soziales Engagement habe ich von meinen Eltern“, ist die Friseurmeisterin und zweifache Mutter dankbar. Jetzt – nach einem Jahr – will die engagierte 39-Jährige die Aktion in „erweiterter“ Form wiederholen. Erlös für die Lebenshilfe Mit ins Boot geholt hat sie Erwin Trunzer, „Chef“ des Irish Pub. Auch er fing im vergangenen Jahr zum 1. September an der Sutt neu an. „Es gibt genügend Menschen in unserer Nähe, die Hilfe brauchen“, ist er von der dreifachen Wirkung des Straßenfestes überzeugt. Schließlich würden Menschen, die bisher nichts mit der Lebenshilfe zu tun gehabt hätten, auf die Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung aufmerksam. Von dem Erlös des Straßenfestes profitierte die Lebenshilfe – „und uns gibt es ein gutes Gefühl, weil wir mit der Aktion Direkthilfe für Menschen in unserer Nähe bieten können“, so Trunzer. Eine Zukunftsversion haben die beiden Unternehmer auch: „Vielleicht machen im nächsten Jahr ja noch mehr Geschäftsleute mit und dann zieht sich das Straßenfest die ganze Sutt entlang.“

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