Viel Lob und wenig Kritik – Ausstellung auch heuer ein Besuchermagnet

Endspurt der Festwochen-Kunst

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Die Puppen tanzen um den Froschkönig in Barbara Wolfarts „das falsche versprechen oder hütet euch vor gekrönten häuptern“.

Kempten – Überwiegend positives Feedback bekommt Gabi Abler vom Organisationsteam der Festwochen-Kunstausstellung von den Besuchern zu hören, wenn sie den Hofgartensaal nach einer Runde durch die 72 gezeigten Werke verlassen.

Viele kommen auch mehrfach, nehmen sich Zeit ein bestimmtes Bild intensiv zu studieren oder nochmals darüber zu reflektieren, welches der Werke sie für den Publikumspreis vorschlagen möchten. Hier haben laut Gabi Abler von der Ausstellungsorganisation inzwischen drei Werke die Nase vorn – mehr ist nicht aus ihr herauszulocken. Schließlich ist noch alles offen, denn noch bis zum 9. September können Stimmen abgegeben werden, welcher Kunstschaffende das in diesem Jahr von der Bahnhofapotheke mit dem Naturkostladen und Bistro PurNatur gestiftete Preisgeld in Höhe von 500 Euro bekommen soll. Auch unter den abgegeben Stimmzetteln werden bei der öffentlichen Finissage am 11. September um 18 Uhr im Hofgartensaal der Residenz Preise verlost.

Zur Halbzeit der insgesamt vierwöchigen Ausstellungsdauer konnte Abler 2100 Besucherinnen und Besucher verbuchen, allein 360 am letzten Festwochen-Sonntag. Eine stolze Zahl, kommen sonst während der Festwoche im Schnitt rund 200 Besucher pro Tag in die Ausstellung, danach immerhin noch rund 100 täglich.

Die Einträge im Gästebuch lesen sich fast durchweg freundlich – fast. „Malerei überwiegend auf Dekoniveau“, heißt es an einer Stelle und an anderer wird festgestellt: „einige gute Sachen, andere nur albern“. Manchen ist die Ausstellung in diesem Jahr „zu fotolastig“, was laut Abler eher auf einer subjektiven Wahrnehmung beruhen würde, denn die Zahlen seien hier in den letzten Jahren nahezu identisch.

Großes Interesse zeigen die Teilnehmerzahlen der kostenlosen Führungen, bei denen es neben einem Blick hinter die Kulissen, wie eine Ausstellung entsteht sowie anhand ausgewählter Bilder auch das Schärfen der Wahrnehmung von Kunst mit möglichen Interpretationsansätzen gab. Geöffnet ist die Ausstellung noch bis 11. September täglich von 10 bis 18 Uhr, im Hofgartensaal der Residenz. Kostenlose Führungen gibt es jeweils sonntags und donnerstags um 16 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Am Sonntag, 11. September, findet um 18 Uhr die öffentliche Finissage mit Vergabe des Publikumspreises statt.

Christine Tröger

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