Landwirtschaft und Handwerk präsentieren sich mit Mitmach-Aktionen, Informationen und Unterhaltung auf der Allgäuer Festwoche

"Oifach kuhl" die Sonderschauen

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Bei den Sonderschauen der Landwirtschaft werden Verkostungen angeboten, zudem wird den Besuchern die Käseproduktion erläutert.

Kempten – Die Sonderschauen von Landwirtschaft und Handwerk mit wechselnden Themen bieten unterhaltsam dargebotene Information. Neu ist in diesem Jahr der Pavillon vor Halle 5 mit „Kempten, Kunst, Kultur“ als „kleine“ Sonderschau.

Wenn sechs Meister der Elektro- und Informationstechnik sowie zwei Zimmerermeister mit ihren Azubis nicht alltägliche Einblicke in ihre Arbeit gewähren, dann nennt man das „Lebendige Werkstatt“ (Halle 5). Der Berufsnachwuchs führt live den Aufbau von Gesellenstücken vor. Und wer will, kann aktiv mitmachen. Ein wichtiges Thema der Sonderschau ist der Einbruchschutz. Da leisten Zimmerer und Elektriker einen wichtigen Beitrag. Weitere Themen: Schaltertechnik in wandbündiger Ausführung, Steuerungsbau, Empfehlungen zum Schutz vor Blitzschlag und Überspannung sowie Informationen zu Energiefluss und Energieeinspeisung nach den neuesten Richtlinien. Die Meister und ihr Berufsnachwuchs stehen für Gespräche bereit. Das kann auch bei Fragen zur Berufswahl nützlich sein. Handwerksberufe gelten als besonders zukunftssicher.

„Mir ham a Haus baut.“ Das tun die Allermeisten nur einmal im Leben. So ein Hausbau ist im wahrsten Sinne des Wortes eine große Sache. „Kompetenz am Bau!“ heißt die Sonderschau der Bau-Innung Kempten in Halle 7.

In Europa sind viele Menschen weniger mit der Frage beschäftigt, wo sie etwas Essbares herbekommen, sondern wie es ihnen gelingen könnte, weniger zu essen. Wer Hunger nicht kennt, weiß den Wert von Lebensmitteln oft nicht mehr richtig einzuschätzen. Mit der Sonderschau „Oifach Kuhl: Wir machen Dich satt“ erinnert der Bayerische Bauernverband (BBV) daran, dass Mittel zum Überleben das Ergebnis harter Arbeit von Bauern sind und keine Selbstverständlichkeit. Folgerichtig informieren die Allgäuer Jungzüchter über Kühe, deren Haltung und Bedeutung für die Region. Stargäste bei „Oifach KUHL“ sind Kuh und Kalb, die zweimal täglich (um 11.30 und 14.30 Uhr) „in den Ring“ geführt werden. Zur Stärkung: selbstgemachte Milchshakes an der Milchbar. „Oifach KUHL“ im Freigelände Schulhöfe gegenüber Mohrenwirts Milchwirtschaft.

Wer ans Allgäu denkt, denkt an grüne Wiesen, Kühe, Milch, Käse, Wurst und Fleisch, nicht unbedingt jedoch an Obst und Wein. Das Allgäu im erweiterten Sinn reicht aber bis an den Bodensee. „Hier“ wie „dort“ kommen die Produkte von Familienbetrieben. Sie erzeugen nach Meinung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten (AELF) richtige Schätze, die es wertzuschätzen gelte. Und so trägt die Sonderschau in Halle 11 den doppelsinnigen Titel „Schätze unsere(r) Landwirtschaft“. Die Präsentation ist vielfältig: Direktvermarkter laden zu Verkostungen ein, der Spitalhof Kempten erklärt die Heumilch-Käseproduktion, die Molkereischule führt vor, wie gekäst wird und das Laborzentrum „MUVA Kempten“ führt Sensoriktests durch.

Unter dem Titel „Kempten, Kunst, Kultur“ präsentieren sich in Halle 5 abwechselnd die neue Kunstschule Kempten, das Kulturamt, das Team von der Behörden-Nummer 115, das Allgäu-Ensemble, die Kempter-Wald-Weible und der Faschingsverein Kempten. Die Festwochenbesucher können an der Bürgerbeteiligung zur Umfeldgestaltung der „König-Ludwig-Brücke“, einem einmaligen Baudenkmal, mitwirken: „Plan mit“ im Freigelände Stadtpark. Alle Festwochenplakate der Jahre 1949 bis 2016 sind in einer Ausstellung in Halle 12a (Messegelände Schulhöfe) zu sehen. Durchaus interessant, wie sich die Gestaltung im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Eine kleine Zeitreise. kb

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