Wirtschaftsmesse, Kulturtage und Heimatfest locken mit buntem Programm

Neues auf der Festwoche 2016

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Freuen sich auf die Präsentation der neuen Kunstschule Kempten auf der diesjährigen Allgäuer Festwoche: (v.l.) Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher, OB Thomas Kiechle, Festwochenbeauftragter Hans-Peter Hartmann und Technische Leiterin Marianne Lechner.

Kempten – Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude und mit Vorfreude blicken die Verantwortlichen der 67. Allgäuer Festwoche entgegen, die vom 13. bis 21. August im Herzen Kemptens stattfindet.

Die Neuerungen und Themenschwerpunkte dieses Jahr wurden am vergangenen Freitagmittag im Rahmen der Vorab-Pressekonferenz in der Markthalle präsentiert.

Die auffälligste Neuerung ist heuer sicherlich die versuchsweise, erstmalige Sperrung der Salzstraße zwischen Bodman- und Eberhardstraße (der Kreisbote berichtete), die Platz für sieben weitere Aussteller schafft und vor allem das westliche Ausstellungsgelände sicher und barrierefrei mit den Ausstellungsflächen im und um den Stadtpark verbindet. „Ich glaube, dass dies einen echten Mehrwert schaffen kann“, so OB Thomas Kiechle.

Das Thema Kultur und Kunst spielt laut Kiechle heuer eine große Rolle auf der Festwoche. So werde sich die neue Kunstschule Kempten präsentieren. Eine solche Kunstschule gebe es im Allgäu bisher noch nicht, erläuterte Peter Roth, Geschäftsführer der Volkshochschule und Sing- und Musikschule Kempten, unter deren Dach die Kunstschule Kempten ab Herbst 2016 anspruchsvolle Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch für Erwachsene anbieten wird. Die Kunstschule, das Kulturamt und weitere Organisationen im Kulturbereich werden sich heuer im „Kempten, Kunst, Kultur“-Pavillon vor Halle 5 (Messegelände Königsplatz) präsentieren.

Weitere Neuerungen fasste Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher zusammen: Investiert wurde für die diesjährige Festwoche in eine neue Beschallungsanlage sowie in neue Lüfter in den Hallen 2, 3, 4, 5, 6, 8 und 13. Bei den Imbissständen ist heuer erstmals ein rein vegetarischer Stand zu finden und in Mohrenwirts Milchwirtschaft werden zwei Gerichte mit regionalen Bioprodukten angeboten. Wie berichtet wird an zwei Tagen (19. und 20. August) erstmals ein Begleitservice für Menschen mit Behinderung angeboten. Das Mittelstandsinstitut an der Hochschule Kempten führt eine Besucher- und Ausstellerbefragung durch.

„Erstmals seit Langem gibt es heuer einen neuen Thementag“, so Dufner-Wucher. So wird es nicht nur den Familientag (16. August) und den Seniorentag (17. August), sondern auch einen Bio-Erlebnistag am Sonntag, 21. August, geben. Hier nutzt die vor Kurzem ins Leben gerufene „Ökomodellregion Oberallgäu-Kempten“ die Festwoche, um sich und ihre Anliegen den Menschen nahe zu bringen. Das Bühnenprogramm mit Talkrunde, Schaukäsen und Ratespielen geht von 12 bis 18 Uhr.

Insgesamt freut sich die Festwochenleiterin auf ein „tolles Bühnenprogramm“ an allen Tagen mit unter anderem „Gockel-Wettkrähen“ (15. August), einem Live-Auftritt von Ross Antony (17. August), Tanzeinlagen und Live-Musik.

Auch bei den Sonderschauen ist für die Besucher wieder einiges geboten. Im Innungszelt (Halle 7) ist heuer die Bau-Innung mit ihrer Sonderschau „Kompetenz am Bau!“ zu finden. „Mehrere Gewerke präsentieren sich hier Hand in Hand“, so Festwochenbeauftragter Hans-Peter Hartmann. Auf der Aktionswoche in der Mitte der Halle wird während der Festwoche ein „Haus“ entstehen, an dessen Bau alle Gewerke – Massiv-Bau, Holzbau, Putz und Stuck, Fliesen-Platten-Mosaik, Kaminbau und Estrichtechnik – beteiligt seien werden. Weitere Sonderschauen sind unter anderem die „Lebendige Werkstatt“ in Halle 5, „Schätze unsere(r) Landwirtschaft“ in Halle 11 und eine „Festwochen-Plakatausstellung“ in Halle 12a.

Seit Montag läuft der Aufbau für die diesjährige Allgäuer Festwoche, bei dem laut Technischer Leiterin Marianne Lechner mehr Augenmerk auf den Baumschutz gelegt werde. Die teilweise Sperrung der Salzstraße sieht sie als Herausforderung, da die Sperrung nur von Donnerstagabend (11. August) bis Sonntagabend (21. August) andauern soll. „Da müssen wir ein bisschen zaubern, aber auch das bekommen wir hin“, ist sie sich sicher.

Weitere Infos rund um die Allgäuer Festwoche 2016, die am 13. August offiziell von Franz Josef Pschierer, bayerischer Staatssekretär für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, eröffnet wird, und zum Kulturprogramm im Residenzhof gibt es im Internet unter www.festwoche.com.

Melanie Weidle

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