Die Feuerwehr wird fit gemacht

Einen erfreulichen Budgetbericht für das kommende Jahr konnte Stephan Rudolph, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, am Donnerstagabend im Rahmen der Haushaltsberatungen vorlegen. Zwar steigt der Zuschussbedarf des Bereiches Brand- und Katastrophenschutz gegenüber dem Vorjahr um rund 140 000 Euro auf 864 500 Euro, der Mehrbedarf resultiert laut Rudolph jedoch aus höheren Bauunterhaltskosten.

Insgesamt gibt das Amt im Jahr 2012 rund 475 000 Euro für den Unterhalt eigener Gebäude aus. Das sind den Angaben des Amtsleiters nach 173 000 Euro mehr als im laufenden Jahr. Ein erheblicher Kostenfaktor dabei ist die Sanierung des Bodens der Feuerwehr-Fahrzeughalle und die Decke des Untergeschosses. Dort gibt es Rudolph zufolge statische Probleme. „Wir wollen ja nicht, dass eines unserer Fahrzeuge am nächsten Tag eine Etage tiefer steht“, verdeutlichte er. Wäre der Mehrbedarf beim Bauunterhalt nicht nötig, hätte das Amt seinen Zuschussbedarf um knapp fünf Prozent senken können. Das zeige, so der Amtsleiter, dass das Ziel, den Zuschussbedarf aus dem Jahr 2011 nicht zu überschreiten, mehr als ernst genommen wurde. Neben den Sanierungskosten gibt das Amt Geld für neue Bekleidung für die Jugend sowie für Aus- und Fortbildungen und eine Katastrophenschutz-Vollübung aus. Der Unterhalt für die technischen Geräte und die Stromkosten können dagegen wohl geringer gehalten werden. Neue Kameras Zum künftigen Erfolg bei Menschenrettungen sollen Wärmebildkameras für die Feuerwehr beitragen. Dafür werden im kommenden Jahr 10 000 Euro bereitgestellt. Zudem gibt es neue Einsatzjacken (45 000 Euro). „Bei den Einsatzfahrzeugen fahren wir nächstes Jahr eine Nullrunde“, berichtete Rudolph. Erst für das Jahr 2013 ist wieder ein Betrag von 400 000 Euro eingestellt. Bei den Um- und Erweiterungsbauten spielt vor allem die Erweiterung bzw. der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in St.-Mang eine Rolle. Im kommenden Jahr soll die Planung abgeschlossen werden, für 2013 und 2014 sind dann 800 000 bzw. 400 000 Euro im Investitionsprogramm vorgesehen. Gedacht ist dabei mittlerweile statt einem Erweiterungsbau eventuell auch Neubau an anderer Stelle. Den allgemeinen Leistungszustand der Kameraden verbessert hat das interne Sportprogramm. Manche hätten bis zu 20 Kilo abgenommen, so Rudolph. Zudem habe sich eine Laufgruppe gebildet, die sich regelmäßig trifft. Hohe Nachzahlung Mit der geplanten Einführung des Tetrafunks (der KREISBOTE berichtete) müssen bei der Feuerwehr 45 Fahrzeugfunkgeräte und 120 Handsprechgeräte ausgetauscht werden. Dafür seien im Investitionsplan bereits Gelder eingestellt, beantwortete Rudolph die entsprechende Frage von Helmut Hitscherich (UB/ödp). Im Bereich der Integrierten Leitstelle (ILS) konnte das Amt für 2011 Mehreinnahmen in Höhe von 193 000 Euro verzeichnen. Wie Rudolph erklärte, kommen die durch Nachzahlungen der Krankenkasse zustande. Die Kosten für die ILS werden zum einen von den Sozialversicherungsträgern und zum anderen vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung getragen. Die nicht direkt zuzuordnenden Kosten wurden bisher in einem Verhältnis 75 zu 25 auf die beiden Kostenträger verteilt (Fachdienstschlüssel). Tatsächlich ist der Anteil der Einsätze jedoch geringer, sodass bei den Zuweisungen von Zweckverbandsmitgliedern im kommenden Jahr mit Mindereinnahmen zu rechnen ist. Insgesamt stehen im Bereich der ILS jedoch rund 2,29 Millionen Euro an Einnahmen Ausgaben von etwa 602 000 Euro gegenüber. Der daraus resultierende Überschuss von circa 1,69 Millionen Euro führt dazu, dass auch das Gesamtbudget des Amtes mit 821 300 Euro im Plus liegt.

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