Finissage der neunmonatigen Ausstellung "Beim Zeus!" im Alpin-Museum

Abschied der Gottheiten

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Ein Sketch, aufgeführt von sechs Kindern, entführte die Besucherinnen und Besucher der Finissage für kurze Zeit auf den Olymp.

Kempten – Mit einer Abschieds- party ziehen sich die griechischen und römischen Gottheiten wieder aus Cambodunum zurück. Neun Monate waren sie in der ersten großen Sonderausstellung im Alpin-Museum zu Gast und konnten sich über mangelndes Interesse nicht beklagen: Immerhin 9500 Menschen haben sie durchschnittlich 70 Minuten im Marstall besucht und sich von der besonderen Aura der Originalexponate fesseln lassen.

„Die großen, bei der Vernissage geäußerten Erwartungen haben sich komplett erfüllt“, konnte Oberbürgermeister Thomas Kiechle bei der Finissage berichten. Der Marstall habe den Test bestanden, sei vermehrt ins Bewusstsein gerückt und für Ausstellungen bestens geeignet, so der OB.

Die Antikensammlung und die Glyptothek in München, das Jugendhaus Kempten, die Jugendtheatergruppe „ Die Bühnentaucher“, das Haus für Historisches Handwerk, sind nur einige der Kooperationspartner, die zum Erfolg beigetragen haben.

Dass es auf dem Olymp in der griechischen Götterwelt Streit und Versöhnung gab, genauso wie bei den Menschen, das führten sechs Kinder mit einem kleinen Sketch vor. Angetan mit edlen weißen Togen und barfuß in Sandalen präsentierten sie sich mit ihren Erkennungszeichen auf der Bühne: golden der Triton des Neptun, golden die Flügel an den Schuhen des Hermes, goldenen der Blitz in der Hand des Zeus, Göttin Athena mit silberner Waffe, silbernem Helm und Schild.

Das Rahmenprogramm wurde durchweg gut angenommen, so Museumsleiterin Dr. Christine Müller Horn. Die Kinder wurden von „Leo“ auf dem Aktivpfad durch die Ausstellung begleitet, es gab etwas zum Tasten und Riechen, die Buchkinder setzten sich in der Druckwerkstatt mit Göttervater Zeus und griechischen Buchstaben auseinander und der Bronzegusskurs war stets ausgebucht. Auch die Fachvorträge der Expertinnen und Experten sowie die 59 Führungen waren gut besucht. Die Aktion „Pay what you want“ im letzten Monat, bei man den die Höhe des Eintritts selbst bestimmen konnte, wurde von den 160 Befragten überwiegend sehr positiv beurteilt. Dieses Zahlmodell könnte sich auch im künftigen Stadtmuseum bewähren.

Kurze Musikstücke durften am feierlichen letzten Abend natürlich nicht fehlen: Susanne Eyhorns Querflöte zwitscherte, Ulrike Neubachers Harfe perlte, das Publikum applaudierte und zog dann beschwingt in die improvisierte römische Taberna zum Abschiedstrunk.

Elisabeth Brock

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