Förderung in Aussicht

Für einen möglichen Ausbau der Erasmuskapelle als unterirdischen Schauraum werden voraussichtlich staatliche Fördergelder zur Verfügung stehen. In welcher Höhe, das steht allerdings noch nicht fest, erklärten Baureferentin Monika Beltinger und OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) vergangenen Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Schul- und Kulturausschusses. Auch weitere Details zum Schauraum diskutierten die Stadträte.

Laut der Regierung von Schwaben sei das Projekt im Rahmen des Konjunkturpakets II förderfähig, erklärte der OB. Bis zum 31. März müsse die Stadt das Projekt beim Regierungsbezirk anmelden. Ende April oder Anfang Mai sei mit einer Zusage zu rechnen, so Netzer. Grundsätzlich könnte der Bezirk die Baukosten und die Medienpräsentation bezuschussen. Auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege habe Mittel in Aussicht gestellt. Auch hier stehe noch keine Zahl im Raum, erst müsse das Antragsverfahren laufen. Weitere Fördermöglichkeiten prüfe die Stadt noch. Wie ein Monument „Erasmuskapelle“ am Ende aussehen könnte, darüber herrschte in einigen Fragen noch Uneinigkeit. Wegen des Gebäudes für den Treppenabgang hätten ihn viele Bürger angesprochen, so Stadtrat Michael Hofer (UB/ödp). Wäre stattdessen keine Falltür möglich? Eine solche gebe es zwar bei einem ähnlichen Bauwerk in Konstanz, erklärte Beltinger, sie sei aber mit großem technischen Aufwand verbunden und verleihe dem Eingang den Eindruck eines Kellers. Ein weiteres Problem: Was tun, wenn es im Winter stark schneit? Hold will Fenster „Man soll ja oberirdisch sehen, dass unterirdisch etwas besonderes ist“, erläuterte Netzer den Sinn des Gebäudes. Die Architektin Lydia Lehner habe außerdem versprochen zu prüfen, inwiefern das Gebäude abgeflacht werden könne. Den Schauraum im Boden verstecken, das wollen die Bürger sicher nicht, meinte Stadtrat Alexander Hold (FW). Er plädierte für ein Fenster auf der Oberfläche des Platzes. Dadurch würde man aber hauptsächlich auf den Betonboden des Schauraums blicken, so Beltinger. Durch das Tageslicht würden sich außerdem Algen bilden. Ein bekanntes Problem, das auch die Verantwortlichen des Regensburger document.Neupfarrplatz plagt. Den Sinn eines Schauraums stellte einmal mehr Stadträtin Elisabeth Brock (Die Grünen/FL) infrage. Sie zweifelte daran, dass es viel zu sehen geben wird. „Da kann ich mich auch in einen anderen Keller stellen“, meinte sie und ergänzte: „Für manche hat es einfach nicht die Priorität“. Sie schätzte das Projekt als zu teuer ein. Bereits am morgigen Donnerstags, 12. März, wird der Stadtrat eine Entscheidung pro oder kontra Schauraum treffen. Für Detailfragen sei dann immer noch Zeit, so Netzer. Man müsse ohnehin die Zuschusszusagen abwarten.

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