Förderung und Begleitung

Einen Kunstpfad bot die Allgäuer Werkstätten GmbH in ihrer Werkstatt in Steufzgen jetzt beim Steufzgen-Fest an. Mit dem Fest wollten der Steufzger Freundeskreis, die jungen Steufzger, der FC Steufzgen, die Feuerwehr, das Waldhorn und die Allgäuer Werkstätten an „100 Jahre Steufzger Bahnhöfle“ erinnern.

„Das Fest war eine schöne Gelegenheit, einmal in einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, wie die uns anvertrauten Menschen sich auch über die Kunst ausdrücken“, meinte dazu Werkstattleiter Robert Walter. Mehrere hundert Menschen nutzten denn auch die Gelegenheit, sich die Kunstobjekte anzuschauen, darunter auch Richter Alexander Hold (FW) und Bürgermeister Josef Mayr (CSU). Die Ausstellung spiegelte einen interessanten Querschnitt der Kreativität der Menschen mit Behinderung wider. Denn für die Aktion wurden Kunstobjekte, Malereien aus allen fünf Werkstätten, die zu den Allgäuer Werkstätten gehören zusammengeholt: Bilder, Filzarbeiten, Arbeiten mit Rost-Art oder Speckstein. Im Rahmen der arbeitsbegleitenden Maßnahmen gibt es Malen, Filzen, Kunst-Art als Angebot. „Hier werden Talente entdeckt, unterstützt und gefördert“, berichtete Robert Walter. Iris Roth ist beispielsweise eine der Beschäftigten mit Behinderung, die ihre Emotionen auch über die Kunst auslebt. Die junge Frau mit Spastik benötigt dazu eine spezielle Staffelei und präparierte Stifte, damit sie diese mit den Händen halten kann. „Meine Lieblingsfarbe ist blau“, verriet sie. Beim Kunstpfad war ihre Staffelei mit ausgestellt, so dass die Besucher eine kleine Ahnung davon bekamen, wie ihr das Malen überhaupt erst ermöglicht wird. Zu den weiteren Künstlern in den AW zählt Wilhelm Wiens. Er hat seine Leidenschaft für den Künstler Miro entdeckt – und kopiert ihn erstaunlich gut. In einem Treppenhaus präsentierte die AW beim Kunstpfad seine Werke. „In der Werkstatt geht es nicht nur um Arbeit, sondern gleichfalls um Förderung und Begleitung“, informierten unter anderem Robert Walter und Christa Braun die zahlreichen Besuchern, die zum Großteil beim Kunstpfad eine erste Berührung mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderung bekamen.

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