Die einstige enge "Tropfsteinhöhle" ist nun eine breite Unterführung

"Es war ein dunkles Loch"

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Öffnen symbolisch die Durchfahrt der Ostbahnhofunterführung: (v.li.) Gerhard Kreitmaier und Harald Fink, beide von der Firma Dobler, Bernd Imboden vom Tiefbauamt Kempten, Peter Jellen vom gleichnamigen Ingenieurbüro und Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann.

Kempten – Im Februar werden es 50 Jahre, die Kurt Schweidler in Nachbarschaft der „Tropfsteinhöhle“ genannten Ostbahnhofunterführung lebt. Und genauso lang werde über deren Sanierung diskutiert, freut er sich schmunzelnd darüber, „dass ich das noch erleben darf“. Sein Urteil: „Es sieht edel aus“.

Nickend steht Liselotte Ostheimer neben Schweidler, die gleich neben der vergangenen Freitag nach siebeneinhalb Monaten Bauzeit offiziell eröffneten, neuen Unterführung wohnt. Dass sich weder der Oberbürgermeister noch einer seiner Stellvertreter dazu blicken ließ, findet Ostheimer allerdings „enttäuschend“. Schließlich habe man genug „Läst“ damit gehabt, moniert sie, dass es „keine schöne Übergabe“ gewesen sei. Aber „es ist wunderschön geworden“ und „wir sind sehr zufrieden.“

Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann betonte, dass die „Tropfsteinhöhle“ der Stadt „seit Langem ein ganz wichtiges Anliegen gewesen ist“, auch weil die Straße „baulich in einem sehr sehr schlechten Zustand war“. Ebenso sei der Wunsch, die Durchfahrt zu verbreitern, groß gewesen, denn „es war ein dunkles Loch“.

Nun also kann der Verkehr unter der Bahnlinie Kempten-Ulm beim Ostbahnhof wieder rollen. Insgesamt hat die Baumaßnahme – Abriss des 85 Jahre alten Bauwerks und dessen Neuerrichtung mit Rückbau eines Bahngleises und Verbreiterung der Unterführung, so dass es ein problemloses Durchkommen auch für Radler und Fußgänger gibt – rund 1,2 Millionen Euro gekostet. Gefördert wird das Projekt mit 350.000 Euro vom Freistaat Bayern. Im Frühjahr werden noch die Grünanlagen um das Bauwerk hergerichtet.

Christine Tröger

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