SchülerInnen der Wirtschaftsschule pflanzen gemeinsam mit Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller einen Friedensbaum

Ein Zeichen gegen Kriege und Konflikte

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Im Rahmen der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ pflanzten die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule zusammen mit Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller einen Friedensbaum (Bild unten rechts). An das kleine Apfelbäumchen hefteten die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen von Frieden (oben rechts).

Kempten – Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Mitarbeiter der Wirtschaftsschule Kempten einem bundesweiten Netzwerk angeschlossen. Eines der Ziele dieser Initiative ist es Gewalt, diskriminierende Äußerungen und Handlungen mit offener und fairer Auseinandersetzung zu begegnen. Gegen Gewalt als Teil kriegerischer Auseinandersetzungen setzte die Wirtschaftsschule jetzt ein Zeichen. Zusammen mit Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller wurde ein Apfelbäumchen als Zeichen der Hoffnung auf Frieden auf dem Gelände der Berufsschule gepflanzt.

Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben sich die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule Kempten zu Beginn des Schuljahres mit dem Thema „Konflikte, Krisen, Kriege – keine Chance für den Frieden?“ auseinander gesetzt. Teil dieser Aktionswochen war eine Recherche zum Schicksal junger Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo und Liberia. Zum Abschluss formulierten die SchülerInnen aller Jahrgänge ihre ganz persönlichen Gedanken zum Thema „Frieden“. Diese individuellen Vorstellungen das Begriffs „Frieden“ sind nun an ein Apfelbäumchen geheftet worden, das auf dem Gelände der Berufsschule gepflanzt wurde.

Schulleiter Oskar Seifert begrüßte zu dieser symbolträchtigen Aktion den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, der auch Pate der Wirtschaftsschule bei der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist. Müller, der die Pflanzaktion tatkräftig unterstützte, betonte in seinem Grußwort, dass Friede bei jedem ganz persönlich beginne. „Frieden bedeutet auch Aggressionen zu beherrschen – ob beim Banknachbarn in der Schule, in der Diskothek oder eben auch in der Politik“, verdeutlichte der Entwicklungsminister. Tief erschüttert zeigte sich Müller über den aktuellen Bombenangriff auf eine Schule in Syrien, bei dem 22 Kinder und sechs Lehrer getötet wurden. Als ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung regte Müller eine Schulpatenschaft mit syrischen Flüchtlingskindern in der türkischen Grenzregion Mardin an: „Ihr könnt damit ein Zeichen setzen: Ihr seid nicht vergessen!“

Michael Schropp

Schule ohne Rassismus

Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zählt mehr als 2000 Schulen und Bildungseinrichtungen. Jedes Jahr finden Aktionswochen, Thementage, Solidaritätsbekundungen, Flashmobs und Ausstellungen statt. In einer Selbstverpflichtung unterzeichnen mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule die Ziele der bundesweiten Initiative. An den Schulen sollen Projekte und Aktivitäten entwickelt werden, um „Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden“. Gewalt, diskriminierende Äußerungen und Handlungen soll mit offener und fairer Auseinandersetzung begegnet werden. Zentrale Koordinierungsstelle ist die Geschäftsstelle der Bundeskoordination in Berlin. Dort werden auch die überregionalen Projekte wie „Islam und Ich“, „Rap for Q-rage“ und „Vielfalt und Integration“ koordiniert. Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist auch bei Facebook aktiv. (Quelle: www.schule-ohne-rassismus.org)

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