Führungswechsel bei der CDU

Ein Hauch von Philosophie wehte durch den Raum, als Peter Dorn seine kurze Rede hielt und sich gleichzeitig aus der Vorstandschaft der örtlichen CDU verabschiedete. Bei der letzten Kommunalwahl hatte er bereits den Fraktionsvorsitz abgegeben und nun auch den Vorsitz in der Isnyer CDU. Sein Nachfolger ist Georg Kronenwetter. Paul Locherer, Mitglied des Landtages, Bürgermeister in Amtzell, und, nach Dorns Worten und den bisherigen Erfahrungen mit ihm, ein „erklärter Freund Isnys“, übernahm anschließend das Rahmenreferat und berichtete von der Arbeit im Landtag.

Quer durch alle Themen marschierte Locherer und deckte den Drang zu Informationen gekonnt ab. Stefan Mappus, neuer Ministerpräsident in Baden-Württemberg, das Kabinett, die Verschuldung und die gesamte Bildungspolitik wurden angerissen. Das Konjunkturprogramm und seine Auswirkungen für die Region, die wirtschaftliche Entwicklung und zuletzt noch die Krankenhaus-Situation im ländlichen Raum waren ebenfalls Thema. Man konnte durchaus die Überzeugung mit nach Hause nehmen: „Der kümmert sich darum.“ Die Fragerunde war entsprechend kurz. Beim Stadtverband Isny war aber noch keine Ruhe eingetreten. Julius Hofer übernahm die Leitung der anstehenden Wahlen. Vorsitzender wurde bei zwei Enthaltungen mit 39 Stimmen Georg Kronenwetter. Seine Stellvertreter sind Ferdinand Hofmann (Rohrdorf), Anton Maier (Beuren) und Dr. Alexander Sochor für Isny. Einige der Vorstandsmitglieder wurden lediglich im Amt bestätigt. Schriftführer ist Konstantin Bodenmüller, Pressereferentin bleibt Katrin Mechler und Internetzuständiger Thomas Heinz. Auch die Beisitzer wurden bestimmt. In diesem Aufgabenbereich findet man: Dieter Hechelmann, Peter Manz, Franz Seitz, Sigrid Jork, Andreas Angele, Karl Butscher, Silvia Ullrich und Ernst Schönau. Im Anschluss waren Hechelmann und Dr. Sochor mit dem Thema Krankenhaus und Oberschwabenklinik (OSK) beschäftigt. Hechelmann ist nach wie vor der Ansicht, dass das Isnyer Krankenhaus nicht gefährdet ist, aber auch einige Änderungen zu bewältigen haben wird. Im März werden die Ergebnisse der neuen in Auftrag gegebenen Studie vorliegen. Die Schlüsse, die die OSK daraus ziehen will, müssen dann noch eine Reihe von Instanzen durchlaufen. Zuerst den Aufsichtsrat, dann den Kreistag, die Sozialausschüsse und nicht zuletzt die Krankenkassen werden sich zu Wort melden. Für die Haushalte im Einzugsbereich der OSK wird ein Informationsblatt vorbereitet. Auf dem richtigen Weg Dr. Sochor rundete das Bild ab. Seiner Meinung nach ist das Team der Isnyer Ärzte auf dem richtigen Weg, sich einen Platz im Spektrum der Behandlungsangebote der OSK zu erarbeiten. Er selbst ist Belegarzt und hat zusammen mit Dr. Düveling und auch Dr. Lenz seinen festen Platz im Krankenhauspuzzle. Wenn die Evangelische Heimstiftung mitzieht und den Anbau am Krankenhaus in Angriff nimmt, sieht auch er in eine zuverlässige Zukunft. Der neue Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Georg Kronenwetter, beendete den offiziellen Teil des Abends mit der Aufforderung, nun gut zusammen zu arbeiten und „mit einer Stimme aufzutreten.“

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