Fünf Schritte zum Erfolg

Landrat Gebhard Kaiser und der Kreistag sind dafür, Anton Klotz und der Gemeindetag auch. Das Menetekel ist nicht mehr zu übersehen, zur Zeit erwartet Polen die höchsten Hochwasserstände seit 130 Jahren. Klimaschutz ist angesagt. Wie schon viele Gemeinden vor ihr, hat nun auch Altusried mit Martin Sambale einen sogenannten Experten in Sachen Verringerung des Treibhauseffekts eingeladen.

Der Experte sollte Mittel und Wege aufzeigen, wie man dem Preisdiktat der Öl- und Gasmonopolisten ein Schnippchen schlagen kann. Und als Nebeneffekt auch noch mit sauberer Luft Werbung machen kann, wie dies schon seit einiger Zeit von Wildpoldsried vorexerziert wird. Global denken, lokal handeln – mit diesem Slogan stieg der Berater einer Allgäuer Energiefirma in seinen Vortrag ein. Ist-Analyse erstellen Fünf Schritte führen zum Erfolg, erläuterte er. Als Erster wurde die Gründung eines Energie-Teams genannt. Dieser Pool von Fachleuten setzt sich zusammen aus Bau- und Umweltamt, externen Begleitern und einer Energie- und Umweltgruppe der Bürgerschaft. Er hält Kontakt zu anderen Gemeinden. Ebenso gehören Erfahrungsaustausch, Schulungen und Exkursionen zum Programm. Zweitens wird eine Ist-Analyse der „Energie- und CO”- Bilanz zu erstellen sein. Für Kempten hatte diese beispielsweise ergeben, dass die Unternehmen 40 Prozent des schädlichen Gases erzeugen, mit steigender Tendenz. Handlungsfelder Als dritter Punkt war Potentialbetrachtung und Leitbild zu lesen. Das Aktivitätenprogramm listete als Nummer vier Handlungsfelder auf wie Gebäude (Austausch von Heizungspumpen), Verkehr, Ver-und Entsorgung zum Beispiel von Fernwärme, Kommunikation und Kooperation mit den Bürgern. Zu guter Letzt die Öffentlichkeitsarbeit mit dem Unterpunkt Austausch der Energieteams auf Landkreisebene. Umsonst ist das alles nicht zu haben. 24396 Euro Brutto reduzieren sich durch Förderung auf erträgliche 9758 Euro Netto. Da konnte der Gemeinderat beruhigt zustimmen. Die Fragen nach Verlässlichkeit der Förderung durch den Bund, Zeitaufwand des Bürgerteams, weitere Betreuung durch die Allgäuer Energiefirma und dem Erfolg bisheriger Maßnahmen wurden offensichtlich zur Zufriedenheit beantwortet. Der Zeitplan: Im Oktober soll der Antrag gestellt werden, im Januar 2011 folgt dann die Gründung des Einergieteams. Das Konzept mit Arbeitsprogramm soll im Dezember 2011 erarbeitet werden. Die Umsetzung soll dann ab Januar 2012 erfolgen.

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