Von ganz unten nach ganz oben

Die Fußball-Saison 2009/2010 ist vorbei und damit Zeit für einen Rückblick. In loser Reihenfolge wird der KREISBOTE deshalb in den kommenden Wochen die Meister aus Kempten und Umgebung vorstellen. Den Anfang macht der TSV Kottern, Meister der Bezirksoberliga und somit Aufsteiger in die Landesliga-Süd. Noch vor wenigen Jahren drohte der Club in der Versenkung zu verschwinden.

Der Aufstieg ist ein Riesenerfolg der jungen Mannschaft unter Trainer Bernd Kunze und des gesamten Vereins, der erst vor zwei Jahren einen Schnitt machte und nun gestärkt aus den schwierigen Zeiten hervorgeht, in denen der Traditionsverein beinahe in die Bezirkliga abgestiegen wäre. Ein Schicksal, das nun dem ewigen Rivalen FC Kempten droht. Die Kotterner haben es nicht nur geschafft, sich durch solide Arbeit sowohl in der Vorstandschaft als auch im sportlichen Bereich zu stabilisieren, sondern sind nach Regionalliga-Aufsteiger FC Memmingen in diesem Jahr der große Gewinner unter den Allgäuer Vereinen, nachdem der FC Sonthofen in die Bezirksoberliga abgestiegen ist, der FC Kempten drei Jahre hintereinander von der Bayernliga bis in die Bezirksliga abgestiegen ist, der SpVgg Kaufbeuren in der Bezirksoberliga bleibt und TSV Marktoberdorf über die Relegation noch in der Bezirkoberliga bleiben kann – das hätte noch vor zwei Jahren wohl niemand geglaubt. Wuttge kommt Erfolgstrainer Bernd Kunze verlässt nach zwei Jahren Amtzeit den Verein allerdings in Richtung Sonthofen. Sein Nachfolger ist ebenfalls ein alter Bekannter: Stephan Wuttge. Er trainierte die Kotterner schon einmal in der Landesliga. Nach dem Erfolg im Herrenbereich, will der TSV nun auch im Jugendbereich zu alter Stärke zurückfinden. Die Landesliga bietet jungen Spielern aus der Umgebung natürlich auch eine gute Perspektive, wenn sie nicht schon in Richtung Profifußball gehen oder aus Verbundenheit zur Heimat in Kempten und Umgebung bleiben wollen. Fakt ist: In Kottern wächst auf jeden Fall etwas heran.

Meistgelesene Artikel

Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Kempten – Am Freitag, 20. Januar 1928, um 8 Uhr morgens, fand im Hofe des Landgerichtsgefängnisses in der Weiherstraße die letzte Hinrichtung in …
Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Kemptener Kulturprogramm für 2017

Kempten– Das leuchtende Mittelalter, Freimaurerei, Picassos „Guernica“, eine ganze Aktionswoche in Kooperation mit dem Logistiker Dachser SE sowie …
Kemptener Kulturprogramm für 2017

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kommentare