Gefahrenstelle wird "beseitigt"

Lückenschluss im Radwegenetz

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Momentan ist für Radler und Fußgänger, die aus Richtung Obergünzburg nach Dietmannsried unterwegs sind, in Höhe Überbach Schluss mit lustig. Doch das wird sich jetzt ändern.

Dietmannsried/Überbach – Eine weitere Gefahrenstrecke für Radler wird bald der Geschichte angehören: Vergangene Woche haben die Erd- arbeiten für den seit Jahren geforderten Geh- und Radweg zwischen Überbach und Dietmannsried entlang der Staatsstraße 2377 begonnen.

Nach derzeitigem Planungsstand soll der Lückenschluss Ende Oktober perfekt sein. Der Bau der 1,5 Kilometer langen Teilstrecke ist nur deshalb finanzierbar, weil die Autobahndirektion gleichzeitig Sanierungsarbeiten an der Autobahnbrücke durchführt.

Derzeit endet der Geh- und Radweg aus Richtung Obergünzburg am Ortseingang von Überbach. Eine direkte Verbindung nach Dietmannsried gibt es nicht. Wer die lebensgefährliche Fahrt entlang der Staatsstraße vermeiden möchte, muss einen zeitraubenden Umweg durch Überbach in Kauf nehmen.

Die jetzt in Angriff genommene Trasse setzt direkt an das Ende des bestehenden Radwegs an und führt nördlich der Staatsstraße Richtung Dietmannsried. Bislang galten die beiden Kreisverkehre an den Autobahn Auf- und Ausfahrten, sowie die Autobahnbrücke als unüberwindbare Hürden. Diese können nun genommen werden: Aus Richtung Osten kommend wird die Trasse beim ersten Kreisverkehr zwischen Fenster Wirthensohn und Coffee Friends über die Straße „Steinbühl“ geleitet und führt über die Autobahnbrücke. „Die Fahrbahn verfügt hier über eine ausreichende Breite, um einen abgetrennten, rund 1,5 Meter breiten Geh- und Radweg zuzulassen“, erklärt Bauamtsmitarbeiter Thomas Börner.

Da eine Querung des Autobahnzubringers nicht zulässig ist, müssen Radler und Fußgänger die Staatsstraße direkt westlich der Brücke zuerst in Richtung Süden und zu guter Letzt nochmals in Richtung Dietmannsried überqueren. Von dort aus kann die Weiterfahrt südlich der Heisinger Straße bis zum Anschluss in Höhe Bahnbrücke, Ortseingang Dietmannsried, erfolgen.

Die Kosten für das Projekt beziffert Thomas Börner auf 1,375 Millionen Euro. Ein Großteil davon wird durch den Freistaat Bayern gefördert. „Der Freistaat hat sein Geh- und Radwegprogramm bis 2018 fortgeschrieben. Unsere Chancen stehen also gut.“

Sabine Stodal

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