Geheimtipp erkundet

Johann Lederle(2.v.l.), Vorsitzender der CSU Kempten-Nord besuchte gemeinsam mit den Verbandsmitgliedern Gernot Zahn, Hans und Rosl Auffinger, Martin Eichhorst, Gabi Burger, Stefan Schaber und Christian Fischl die Brauerei Michl Bräu und Braumeister Michael Klein (ganz links) in Kempten-Neuhausen. Foto: privat

Als Johann Lederle, Vorsitzender der CSU Kempten-Nord, seine Parteikollegen jetzt zu einer Brauereibesichtigung in Kempten einlud, staunte dann doch so manches Mitglied. Denn die kleine Brauerei „Michl Bräu“ im Stadtteil Neuhausen ist bisher noch ein Geheimtipp unter Kennern und den wenigsten Kemptnern bekannt.

Mit einem Besuch möchte Lederle dies gerne ändern und die Braukunst von Michael Klein unter den Leuten bekannt machen. „Solch ein Engagement und mutiger Einsatz gehören einfach unterstützt“, sagte Lederle. Michl-Bier ist nicht nur die kleinste, sondern auch die einzige Brauerei in Kempten, die noch vor Ort Bier braut. Seit vor fünf Jahren das Allgäuer Brauhaus seine Produktionsstätte nach Leuterschach verlegte, sind viele Kemptener überzeugt, dass damit eine lange Tradition des Bierbrauens zu Ende gegangen sei. Doch fast zeitgleich, am 17. Oktober 2005, begann Michael Klein in seinem Keller das erste Bier zu brauen. Durch einen Schicksalsschlag war Klein gezwungen seine Festanstellung aufzugeben. Mit Hilfe der Agentur für Arbeit stellt sich dann schnell heraus, dass der Braumeister, der seine Ausbildung in Weihenstephan erhielt, durchaus Chancen als selbstständiger Brauer habe. So entschloss sich Klein zu dem Schritt in die Selbstständigkeit und kann nun dieses Jahr bereits das fünfjährige Jubiläum feiern. Interessiert lauschte die kleine Gruppe – nur maximal 12 Besucher passen in die Keller von Michl-Bräu – dem fundierten Bericht von Braumeister Klein. Derzeit setzt Braumeister Klein zwei Mal die Woche frisches Bier im 250-Liter-Kessel an. Dabei wird genau darauf geachtet, sowenig wie möglich an Abfall zu produzieren. So wird zum Beispiel der gesamte Treber als Futter für Tiere weiter verwertet. Bei der anschließenden Verköstigung hatten die Besucher dann die Möglichkeit, sich selbst von der Schmackhaftigkeit der Biere zu überzeugen. Michl Bräu bietet derzeit vier verschiedene Sorten an. Auf Nachfrage füllt Klein auch kleine Fässer für Feste und Feiern. Gemeinsam ist den Bieren von Michl Bräu, dass sie alle naturtrüb sind.

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