Gelebte Zeitgeschichte

Abschied von Lothar Meyer (Mitte). Er leitete 31 Jahre die Kinderhilfe Allgäu. Unser Foto zeigt ihn von links mit seiner Nachfolgerin Anke Kaderreit, Waltraud Bickel (stellvertretende Lebenshilfevorsitzende) sowie Klaus Meyer (Lebenshilfevorsitzender). Foto: moriprint

Für die einen ist er Mister Frühförderung, für die anderen der „Frühfördermeyer“. Jetzt geht Lothar Meyer nach über 31 Jahren in der Kinderhilfe Allgäu der Lebenshilfe Kempten in einen „Urlaub auf Dauer“, wie er es selbst bei seiner Abschiedsfeier formulierte. In seiner Laudatio erinnerte Lebenshilfevorsitzender Klaus Meyer an Lothar Meyers erste Weiterbildung in Marburg anno 1981. „Das Zertifikat ist noch von Dr. Tom Mutters persönlich unterschrieben. Das ist ein Stück gelebte Zeitgeschichte der Lebenshilfe.“

Als engagierter und motivierter Leiter der Frühförderung habe Meyer die Entwicklung für die Kleinsten entscheidend mitgeprägt. „Ganze Generationen von Kindern sind während deiner Zeit in der Frühförderung therapeutisch betreut worden“, wertschätzte Meyer seinen Namenskollegen. Beide haben übrigens zur gleichen Zeit bei der Lebenshilfe angefangen. „Du hast all dies Wachsen und Werden geleitet, begleitet und umsorgt, man könnte auch sagen behütet.“ Gut geführte Einrichtung Auch die sorgenvollen und finanziell knappen Zeiten durch die neuen Rahmenverträge aus dem Jahr 2006 habe man seinerzeit gemeinsam gut gemeistert. Heute übergebe Lothar Meyer an seine Nachfolgerin, die Psychologin Anke Kaderreit, eine gut geführte Einrichtung mit 19 fantastischen Mitarbeiterinnen. Diese wie auch die stellvertretende Geschäftsführerin Christine Lüddemann und die Kollegen der Bereichsleiterrunde verabschiedeten „ihren Frühfördermeyer“ – mit einem Theaterstück, pflegeleichten Blumen, Nordic Walking-Stöcken plus Anleitung und einer Schokozigarre. In seiner bescheidenen und zugleich auch wortkargen Art gab Lothar Meyer den Dank zurück für eine „gute und wertvolle Zusammenarbeit“ mit den Kolleginnen und auch mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Lebenshilfe Kempten. Die Anregungen zum Sport nahm der leidenschaftliche Zigarettenraucher gelassen.

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