Gelungene Einstimmung

Bei der Festbierprobe hatten die beiden Gastgeber und Festzeltwirte, Matthias Vogler (rechts) und Hans Schmid (links), sowie die Chefs der Lieferbrauereien, Herbert Zötler (Mitte) und Hermann Widenmayer alle Hände voll zu tun. Foto: Tröger

Das Festbier der Brauerei Zötler und das Festbier-Radler von Engelbräu für die Allgäuer Festwoche 2011 ließen sich Kemptens Stadträte mit lobenden Kommentaren schon vorab munden. Zur Festbier-Probe hatten die beiden Festzeltwirte Hans Schmid und Matthias Vogler am Dienstag vergangener Woche eingeladen.

Zusammen mit Herbert Zötler von der gleichnamigen Brauerei und Engelbräu-Chef Hermann Widenmayer zapften sie den Probelauf für die schmackhaften Tropfen aus Rettenberg kurz vor Festwochenstart. Auch Neuigkeiten zum Festzelt erfuhren die Gäste in der Begrüßungsrede des Gastgebers Schmid, der zuvorderst von einem Ereignis berichtete, „das uns zunächst geschockt hat“. Die erst im letzten Jahr neu angeschaffte Einrichtung, die Burgstube, Boxen und Abzäunungen sowie die Verkleidung der Pilsbar seien an ihrem Lagerort einem Brand zum Opfer gefallen und habe – bei der Gelegenheit gleich noch einmal verbessert – vom Schreiner erneut hergestellt werden müssen. Rund 10 000 Euro habe man in die jahrelang stiefmütterliche Nordwestecke des Zeltes investiert, warb er für eine dort neue, „gemütliche, heimelige Box“ namens „Hoigarten“. Durch deren Dekoration mit zwei Vergrößerungen Kemptener Motive – jeweils eines aus Stiftsstadt und Reichsstadt – nach Originalen des Malers Heinz Schubert, sei „die Dominanz von Rettenberg auf Wunsch mancher Gäste zu Gunsten der Hauptstadt des Allgäus ein bisschen zurück gedrängt“ worden, wie er schmunzelnd verkündete. Auf positive Resonanz stieß er selbstredend mit der Ankündigung, dass die Bierpreise „stabil“ geblieben seien. Die Essenspreise hätten allerdings wegen gestiegener Einkaufskosten um 2,5 bis 3 Prozent erhöht werden müssen. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) lobte vor allem die „herrliche Farbe“ des Festgebräus und freute sich, dass „Kempten wieder eine Rolle spielt und nicht nur Rettenberg“. Denn wenn man die Biere, Wirte, viele Produkte oder auch Themen der Festwoche betrachte, so seien sie alle getreu dem Festwochenmotto „natürlich regional“. Wenn man allerdings manche Bilder anschaue „zu regional“, flachste er mit Blick auf die letztjährige Festzeltdekoration. Und wie es sich für eine Festbier-Probe im Vorfeld der Allgäuer Festwoche gehört, gab es schließlich nicht nur kulinarische Leckerbissen, sondern auch mundartliche. Für Lachsalven und heitere Stimmung sorgten mit hintersinnig-witzigen Einlagen die Mundartautorin Johanna Hofbauer aus Unterthingau und der unter „Käs Karl“ bekannte Mundartunterhalter aus Hopferau.

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