Gelungene Integration

Das Gebirgssanitätsregiment 42 trägt ab sofort den Beinamen „Allgäu“. Kein geringerer als Bundesverteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung war es, der der traditionsreichen Einheit anlässlich des feierlichen Rekrutengelöbnis am Mittwoch im Hofgarten und des 50-jährigen Bestehend des Regiments die Auszeichnung verlieh. Der neue Beiname soll die Verbundenheit der Kemptener Sanitäter mit ihrem Heimatstandort und die Verwurzelung in der Region ausdrücken. „Tragen Sie mit Stolz den Namen ‘Allgäu’“, rief Jung den rund 400 Soldaten im Hofgarten zu.

Der Rahmen für den Besuch des Ministers im Allgäu hätte besser nicht sein können: Strahlender Sonnenschein über Kempten, ein Hofgarten in seiner ganzen Blüte und ein festlich herausgeputzter Thronsaal in der Residenz waren die Kulisse für die Stippvisite Jungs. „Der Empfang unterstreicht das Engagement für die Bundeswehr“, frohlockte Jung angesichts des feierlichen Begrüßung durch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU), Landgerichtspräsident Dr. Erich Denk und Staatssekretär Dr. Gerd Müller. (CSU) vor der streng bewachten Residenz. Nach einem vorherigen Gespräch mit den Sanitätern in der Ari-Kaserne könne er behaupten, dass „sich die Soldaten wohl in Kempten fühlen“, so Jung im Thronsaal anlässlich des Eintrags in das Goldene Buch der Stadt. Sein Dank gelte deshalb „für die gute Integration der Bundeswehr hier in Kempten.“ Das Wissen um die Verbundenheit mit der Heimat sei für viele Soldaten eine wichtige moralische Unterstützung im Auslandseinsatz, erklärte der Minister. „Die Geborgenheit in der Heimat ist ein wichtiger Punkt im Einsatz für den Frieden.“ Gleichzeitig kündigte der Hesse an, dass in den Standort Kempten in den kommenden Jahren massiv investiert werden solle. So sollen gleich drei Gebäude in der Ari-Kaserne in der Kaufbeurer Straße saniert werden. Das diene auch der Standort-Sicherung. Die Verbundenheit der Kemptener und Allgäuer mit „ihrem“ Gebirgssanitätsregiment betonte auch Regiments-Kommandeur Dr. Christian Fürlinger. Deshalb solle das öffentliche Gelöbnis im Hofgarten den knapp 400 Rekruten – darunter auch zwei Kompanien Gebirgsaufklärer und -logistiker aus Füssen – deutlich machen, dass ihr Dienst von der Bevölkerung anerkannt werde. Lange Verbundenheit Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer erinnerte anschließend im Hofgarten hingegen daran, dass die Stadt Kempten bereits seit 1807 Garnisonsstadt sei und so über 200 Jahren mit ihren Soldaten lebe. Kempten sei „die Wiege der deutschen Gebirgstruppe“, so das Stadtoberhaupt. Deshalb sei man bereits 1997 eine gemeinsame Patenschaft eingegangen. Für ihren Einsatz im Ausland gebühre den Gebirgssanitätern „Dank und höchste Anerkennung“, betonte er. Dass das Regiment sich um den Beinamen „Allgäu“ bemühe, habe er schon vor geraumer Zeit bei Dr. Fürlinger angeregt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehend des Regiments in diesem Jahr waren neben Minister Jung zahllose weitere Prominente ins Allgäu gekommen. Darunter unter anderem Wolfgang Prinz von Bayern, Regierungspräsident Karl Michael Scheufele, Dr. Jürgen Blätzinger, Befehlshaber des Sanitätsführungskommandos in Koblenz, die früheren Kommandeure des Regiments sowie Brigadier Gottfried Schröckenfuchs.

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