Gelungene Mischung

Die beiden Künstler Barbara Wolfart und Jochen König ergänzen sich hervorragend. Foto: privat

Unter dem Motto „Malerei und Allgäuer Dialekt“ fand jetzt eine Finissage der „etwas anderen Art“ statt. Wie sich die beiden Dinge verbinden, vor allem wenn es sich um moderne Malerei handelt? Ganz einfach – sie sollten sich bei dieser Veranstaltung gar nicht verbinden, sie sollten bewusst einen Kontrast darstellen. Die Malerin Barbara Wolfart und der Mundartdichter Jochen König hatten sich zur Beendigung der Ausstellung von Barbara Wolfart in den Räumen der Brauerei Weitnau etwas ganz besonderes ausgedacht.

Mehr als 70 Gäste sind der Einladung gefolgt. Dabei war nun der Kontrast zwischen moderner Malerei und Mundart das eine, doch Barbara Wolfart und Jochen König hatten es noch auf etwas anderes abgesehen. Die Kemptner Malerin hat erst vor kurzem ein Buch mit dem Titel: „Gedan-kenspielerisch“ herausgebracht – natürlich in Hochdeutsch. In 44 Vierzeilern hat sie sich Gedanken über die Liebe gemacht, mal spielerisch, mal leicht provozierend, mal hintersinnig, mal „echt aus dem Leben gegriffen.“ Hierzu nun der Dialekt, der – wie Jochen König es sagte – „nicht übersetzt wird, egal ob er verstanden wird oder nicht.“ Verse über das Herz, die Uhr oder positives Denken, über Berge, Jahreszeiten und heitere Begebenheiten waren zu hören. Natürlich auch – es ist ja Adventszeit – Gedichte, die hierzu passten. Der Kontrast war also gegeben. Die zahlreichen Zuhörer – unter ihnen der Weitnauer Bürgermeister Alexander Streicher und die Hausherrn – das Ehepaar Kollmann – genossen sichtlich die durchaus fröhliche und äußerst gelungene Stunde, die von Julia Lingenhöhl aus Kempten mit der Harfe perfekt umrahmt wurde.

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