Gelungene Veranstaltung

Das Jahresessen des Gemeinderates ist eine der Traditionen, an denen die Stadt auch in schwierigeren Zeiten festhalten will. Vergangenen Freitag saßen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Vertreter aller Fraktionen einmal mehr bunt gemischt an den festlich dekorierten Tischen und ließen es sich schmecken.

Die Veranstaltung begann im Foyer des historischen Sitzungssaales. Die Anwesenden tauschten Neujahrswünsche aus und unterhielten sich rege. Anschließend ging es in den großen Sitzungssaal, in dem Mitarbeiterinnen der Verwaltung und der Catering-Service der Allgäuer Landfrauen alles vorbereitet hatten. Tischmusik der Folkloregruppe „Catharsis“ untermalte den Abend. Bürgermeister Rainer Magenreuter dankte nicht nur den ehrenamtlich tätigen Gemeinderäten und Stellvertretern sowie seinen Mitarbeitern, sondern auch deren Partnerinnen und Partnern, die ganz bewusst zu diesem Essen eingeladen waren, da sie für das Wohl der Stadt immer wieder Einschränkungen ihres Privatlebens hinnehmen müssen. Ein Rückblick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres und die Auswirkungen auf das Gemeinwesen von Einzelhandel bis Verkehrsberuhigung waren für Magenreuter von großer Wichtig- keit. Seiner Meinung nach ist die Stadt trotz Wirtschaftskrise vergleichsweise gut aufgestellt. Dass die Jahre 2010 und 2011 ihre Tücken haben werden, sei ihm klar, meinte er weiter. Die zentralen Themen der nächsten Zeit werden Gemeinderat und Bevölkerung noch beschäftigen, so der Bürgermeister. Wenn es darum gehe, den Haushalt 2010 zu konkretisieren, werden Stadtverwaltung und Gemeinderat sich nicht überall Freunde machen. Mit einem geflügelten Wort von Antoine de Saint-Exupéry schloss er: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Positive Gedanken Zwischen den einzelnen Gängen und dem Musikprogramm hatte Sibylle Lenz, Stellvertreterin von Magenreuter, die Aufgabe übernommen, für den Gemeinderat zu sprechen und einige positive Gedanken zu formulieren. Absprachen der Fraktionen, Abschaffen des verkrusteten Fraktionsdenken zum Wohle der Stadt und der Umgang mit der Energie und die erfreulichen Entwicklungen waren ihre Themen. Ihre Satire über den Energieverbrauch bis hin zur Explosion des oberschwäbischen Kraftwerks wegen Überbelastung sorgte für viel Beifall. Auch das Thema Peter Zumthor kam nicht zu kurz. Die Verwaltung stellte den Architekten in einem Video vor. Vom Leiter des Hauptamtes, Oswald Längst, lag ein Faltblatt aus, dass als „kommunales Isnyer Alphabet“ einige Schlagwörtern des vergangenen Jahres kräftig „auf die Schippe“ nahm. Ingesamt war das Jahresessen eine gelungene Veranstaltung, die erst nach Mitternacht ihr Ende fand.

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