Generationswechsel in der CSU

Die neue Vorstandschaft beim CSU-Ortsverband Altusried: Vorsitzender Ralf Guggenmos (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Gerhard Mösle (rechts) und Klaus Hackler (2.v.r.) sowie Kassier Richard Natterer (links) und Schriftführer Kurt Seeler. Foto: privat

Die Mitglieder der CSU Altusried haben jetzt Ralf Guggenmos einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Gerhard Mösle ab, der nach 14 Jahren an der Spitze des Ortsverbandes das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stellte und jetzt die Aufgabe des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen hat.

Der 37-jährige Ralf Guggenmos war vier Jahre lang Zweiter Vorsitzender im CSU-Ortsverband. Zu den großen Themen, mit denen sich der Ortsverband derzeit befasst, gehöre die Diskussion um die Ortsgestaltung, sagte er nach seiner Wahl zum Vorsitzenden. Die Vorstandswahlen bei der Ortsversammlung brachten folgende Ergebnisse: Vorsitzender: Ralf Guggenmos, Stellvertreter: Gerhard Mösle und Klaus Hackler; Kassier: Richard Natterer; Schriftführer: Kurt Seeler; Beisitzer: Hans Jürgen Rausch, Bertl Aicher, Gerold Walker, Josef Gegenbauer, Heinrich Schindele; Kassenprüfer: Manfred Kiechle, Hans Zeilinger; Kreisvertreterversammlung: Ralf Guggenmos, Gerhard Mösle, Kurt Seeler, Josef Gegenbauer, Klaus Hackler, Richard Natterer, Manfred Kiechle. Er habe in seinen langen Jahren als Ortsvorsitzender immer starke Vorstandschaften gehabt, sagte Mösle in seinem Rückblick. Wobei es ihm stets wichtig gewesen sei, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und mehr Bürgernähe zu schaffen. Zum Beispiel durch Seminare, Info-Abende oder die Veranstaltungsreihe „CSU-Dischkurs“, bei der Politiker aus der Region Referate zu aktuellen Themen halten, um danach mit den Bürgern in die Diskussion einzusteigen. Zum Abschluss bedankte sich der scheidende Vorsitzende bei den ehemaligen und aktiven Mitgliedern der Vorstandschaft, den Mandatsträgern im Gemeinderat und Kreistag sowie bei allen Mitgliedern, für langjährige Unterstützung der Arbeit des CSU-Ortsverbandes Altusried. Dem Ziel Bürgernähe durch Information und Gespräche ist der Ortsverband auch bei seiner Jahreshauptversammlung treu geblieben und hat den kommunalpolitischen Teil der Veranstaltung mit einem informativen Teil verknüpft. Eingeladen waren Gottfried Mayrock, Leiter des Referats Natur und Verbraucher beim Landratsamt Oberallgäu, der über den jüngsten Dioxin-Skandal sprach, und Stefan Fischer, zuständig bei der Kreisbehörde für die Lebensmittelüberwachung. Dioxine nehme der Mensch vor allem über tierische Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte auf, sagte Mayrock. Dabei werde Dioxin im Fettgewebe gespeichert und sei so gut wie nicht abbaubar. „Wir haben es hier also mit dem Endlager Mensch zu tun." Dioxin entstehe aber auch durch Abgase, Mottfeuer oder Hausbrand, so Mayrock weiter. Seit 1990 sei es durch strenge gesetzliche Auflagen gelungen, die Emissionsbelastung durch Dioxine zum Beispiel bei Müllverbrennungsanlagen kontinuierlich zu senken. „Dieses Problem liegt hinter uns." Stefan Fischer ist beim Landratsamt Oberallgäu zuständig für die Lebensmittelüberwachung. „Wir kommen immer unangemeldet", berichtet er aus seinem Arbeitsalltag, „und wir lassen uns nicht abwimmeln." Rund 2800 Unternehmen und Betriebe liegen in seinem Einsatzgebiet. Kontrolliert wird auch in Zusammenarbeit mit Veterinären.

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