Gepflegte Traditionen

Für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft zeichneten Vorsitzender Franz Merk (rechts) und sein Stellvertreter Peter Merk (links) Georg Reisacher (v.l.), Gotthard Eggensberger, Regina Brunner, Christl Sauter und Rita Gegenbauer aus. Foto: Würzner

Auch 90 Jahre nach der Vereinsgründung sind die Koppachtaler aus Altusried ihrem Motto treu geblieben, das da lautet: „Kleidung, Tänze und Brauchtum der Vorfahren zu erhalten um sie an künftige Generationen weiterzugeben.“ Davon überzeugen konnte sich zahlreiche Besucher, die am Wochenende zu den Jubiläumsfeierlichkeiten der Altusrieder Trachtler gekommen waren.

In einem 1959 gedrehten Film über die Flachsverarbeitung im Allgäu, der nach langer Suche wieder ans Tageslicht geholt, aufwändig restauriert wurde und bei der Vorführung Begeisterungsrufe auslöste, wird dem Trachtenverein attestiert, Tradition nicht als Heimatabendgaudi zu erleben, sondern als kulturelles Erbe zu pflegen. Und daran hat sich in fast 100 Jahren nichts geändert, wie das älteste Mitglied im Rösslesaal bei der Jubiläumsfeier bestätigte. Emma Dörfler ist seit 73 Jahren dabei und mit Leib und Seele Koppachtalerin. Die große Zahl der Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft (25, 40 und 50 Jahre) lässt hoffen, dass dieser Rekord gebrochen wird. Die gute Verfassung einiger Senioren stimmte Vorstand Franz Merk jedenfalls optimistisch. Grund zur Freude gab auch die große Zahl der Nachwuchsplattler im Kindergartenalter, die ihr Können auf der Bühne demonstrierten und dabei offensichtlich viel Spaß hatten. Mit viel Beifall wurde die Darbietung des Patenvereins „D`Blendarbuabe“ aus Wiggensbach belohnt, das Geschenk kam gleichermaßen gut an. 90 Würste und Riesenbrezen sollen die Aktiven der Nachbargemeinde bei Kräften halten für künftige gemeinsame Unternehmungen. Die Musikanten der Harmonie Blaskapelle unter der Leitung von Andreas Buhr gratulierten mit dem „Altusrieder Trachtenmarsch“, Stubenmusik, Alphornbläser und Goissl-Schneller unterhielten die Gäste, unter ihnen auch Pfarrer Gebhard Schneider, Bürgermeister Heribert Kammel und eine Abordnung des Gauausschusses. Spannend machte es Horst Hörmann mit seinem Geschenk. Die Schnitzarbeit, ein tanzendes Trachtenpaar, wurde erst nach Verlesen der Glückwunschkarte durch den Vorstand höchstpersönlich aus dem Karton befreit und sorgte für spontanen Applaus.

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