Gesundes Frühstück in der Stadt

Großen Anklang fand die Aktion: „Gscheit frühstücken im Allgäu. Bio, regional, fair“, die bei sommerlichen Temperaturen Frühstücksgäste und Bio-Interessierte anlockte. Foto: Tröger

„Gscheit frühstücken im Allgäu. Bio-regional-fair“ hieß es vergangenen Samstag in direkter Nachbarschaft zum Wochenmarkt auf dem Residenzplatz. Tatsächlich war das alles andere als eine leere Phrase.

Gerechnet hatte Julia Lemmerz von der Umweltstation Unterallgäu mit etwa 250 Besuchern der Aktion im Rahmen der Kampagne „Umweltbildung Bayern“, die unter „Gscheit essen – mit Genuss und Verantwortung“ parallel an zehn bayerischen Orten stattfand. Dass ihre Erwartung deutlich übertroffen würde, stand schon nach den ersten zwei Stunden des Bio-Frühstücksangebotes auf Spendenbasis von 9 bis 13 Uhr fest. Zum diesjährigen Thema „Ernährung“ finden von Januar bis Oktober mehrere Aktionen statt, unter anderem an allen Bayerischen Schulen oder in Eigenregie der insgesamt rund 120 Partner jeweils im lokalen Umkreis. „Wir möchten die Leute zum Nachdenken anregen, was sie essen und außerdem lokale Kreisläufe unterstützen“, verband Julia Lemmerz das Frühstücksangebot mit den Attributen „bio, regional und fair“. Organisiert vom Bio-Ring-Allgäu e.V., dem Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) und der Umweltstation Unterallgäu, hatten sich unterschiedlichste Bio-Anbieter aus Kempten und der Region mit leckeren und, wie im Fall der Bio-Gärtnereien, auch duftend-dekorativen Waren beteiligt. Sowohl die Aktion wie das Speisenangebot kämen gut an, zog Claudia Fischer am Stand einer der Bio-Bäckereien Bilanz. Natürlich seien auch Leute dabei, die nur kämen „weil es nichts kostet“. Aber sie könne auch zahlreiche an Bio-Ernährung Interessierte Frühstücksgäste ver- zeichnen, die sich informieren wollten und manchmal auch erstmals mit Bio und Vollkorn in Berührung gekommen seien. „Ich bin eine Ab-und-zu-Bio-Esserin“, gestand beispielsweise Dr. Renate Busch-Beier vom Erlebniszentrum Unterallgäu, nach Genuss ihres Bio-Frühstücks an der langen, mit weißen Tischtüchern und Pflanzen geschmückten Tafel. Es sei eben noch immer eine „Frage des Preises“, was sich ihres Erachtens aber ändern werde. Immerhin, räumte sie ein, „guck ich schon genauer hin als noch vor zwei Jahren“.

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