Grau-gelbe Pflastersteine

Auf dem Residenzplatz können derzeit Musterflächen angesehen werden, die zeigen, wie die Oberfläche des Hildegardplatzes in etwa aussehen wird. Foto: Matz

Die Planungen für die Neugestaltung des Hildegardplatzes laufen auf Hochtouren: Im Bauausschuss Anfang Juli soll bereits über den Pflasterbelag entschieden werden, damit die Verlegearbeiten im Frühling 2013 beginnen können. Ebenfalls im Juli erfolgen die archäologischen Untersuchungen, wodurch es zu kleinen Störungen des Wochenmarkts kommen kann.

Um sich ein Bild machen zu können, wie die Oberfläche des Hildegardplatzes nach der Umgestaltung aussehen soll, sind am angrenzenden Residenzplatz Musterflächen verlegt worden, die sich der Bauausschuss am Dienstagnachmittag im Rahmen einer Ortsbesichtigung ansah. Die gesamte Oberfläche soll mit grau/gelbem Granitpflaster im Verhältnis 60 zu 40 Prozent befestigt werden. Wichtige Punkte sind, dass die Fläche einwandfrei begehbar, einfach zu reinigen und sich in das historische Umfeld einfügen muss. Mit den Musterflächen ist die Bauverwaltung jedoch noch nicht ganz zufrieden. Die derzeit fünf verschiedenen Pflasterformate sind teilweise zu kleinförmig und passen laut Baureferentin Monika Beltinger nicht zur gesamten Platzgröße. In den nächsten Tagen werden daher zwei weitere Pflastermuster verlegt. „Wir werden bei dieser Verlegeart bleiben, aber nur mit den drei großen Steinformaten. Wenn wir die mischen, haben wir nicht mehr den Fliesencharakter“, erläuterte Beltinger. Beim zweiten Muster werden kleinere Pflastersteine mit gebrochenen Kanten verlegt. Gebundene Bauweise Die gesamte Platzfläche, Gehwege und die Fahrbahn werden auf jeden Fall in gebundener Bauweise mit geschlossenen Fugen, ähnlich wie in der Gerberstraße befestigt. Die Parkflächen auf dem Platz und die Stellplätze am Kirchberg werden laut Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann dagegen in ungebundener Bauweise, das heißt mit wasserdurchlässigen Fugen hergestellt. Insgesamt wird eine Gesamtfläche von rund 12 000 Quadratmetern neu verlegt. Damit im März/April 2013 mit den Verlegearbeiten begonnen werden kann, soll bereits im Bauausschuss Anfang Juli der Pflasterbelag festgelegt werden. Anschließend wird die Ausschreibung für die Lieferleistung gemacht und der Auftrag bis nach den Sommerferien vorbereitet. Der Lieferzeitraum beträgt laut Wiedemann rund fünf Monate. In Sachen Hildegardplatz wird aber nicht nur an der Pflasterung geplant, sondern auch schon mit den Bewerbern für den Verkaufsstand ein Bewirtschaftungskonzept verhandelt. Für den Brunnen wird bis Ende Juli ein Wettbewerb ausgelobt. Die genaue Anzahl der Parkplätze nach der Umgestaltung steht ebenfalls fest. Insgesamt entstehen 113 – 56 auf dem Platz und 57 am Kirchberg. Davon werden fünf als Behindertenparkplätze ausgewiesen. Die Planungen zur Ausstattung und Möblierung werden aktuell ebenfalls konkretisiert. Darin sind Sitzmöglichkeiten, Gestaltungselemente am Kirchenhügel, Platzversorgung für Veranstaltungen und Wochenmarkt, Auswahl der Bäume, Spielpunkte und die Beleuchtung enthalten. Die fertige Planung soll schließlich im Juli in der Bauausschuss-Sitzung beschlossen werden. Ebenfalls im Juli beginnen Wiedemann zufolge die archäologischen Untersuchungen. Bei diesen Arbeiten kommt es zu ersten kleineren Störungen des Wochenmarktes. „Einzelne Stände müssen kurzzeitig verlegt werden“, so der Tiefbauamtsleiter. Mit den großflächigen Untersuchungen soll im September/Oktober begonnen werden, wofür ein Großteil des Marktes dauerhaft auf den Residenzplatz verlegt werden muss.

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