Nacht der Filmmusik

Rasante Show

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Eine starke Show- und Vokaltruppe: (v.l.) Roland Wintergerst, Gertrud Hiemer-Haslach, Lydia Schiller und Tom Croèl hier bei ihrer Version von „Nightfever“.

Kempten – Die magische Zahl von rund 400 Zuhörern wurde nur an einem Abend eklatant geknackt: „Ausverkauft“ hieß es für manch enttäuschten Fan an der Abendkasse im wetterbedingten Ausweichort Stadttheater bei der großen Nacht der Filmmusik mit und von Gertrud Hiemer-Haslach.

Es war ein mitreißender Parforceritt mit Ohrwürmern aus Jahrzehnten der Filmgeschichte, angefangen bei den Ufa-Filmen bis heute, das das von Beginn an begeisterte Publikum geboten bekam – und am Ende mit stehenden Ovationen quittierte.

Begleitet von Edi Golath (Drums), Markus Braun (E-Bass), Reinhold Ohmayer (Piano und Keyboards) und Matthias Haslach (Trompete) legte die Gesangsbesetzung eine für Auge und Ohr rasante Performance hin. Unter die Haut ging der von Lydia Schiller gesungene James-Bond-Hit „Skyfall“ oder ihr koketter Vortrag von „I wanna be loved by you“. Hiemer-Haslach wusste mit „Diamonds are a girls best friend“ zu betören und wünschte sich selbstbewusst „Einen Mann, einen richtigen Mann“.

Auch wenn Roland Wintergerst bei „I’m singing in the rain“ nicht wirklich mit Gene Kelly konkurrieren konnte, als Elvis oder in High-Heels, Netzstrümpfen und Mieder zu Songs aus der „Rocky Horror Picture Show“ konnte er nicht nur gesanglich sondern auch mit komischem Talent punkten.

Die Stimme von Tom Croèl, Frontmann der Band „Face“, machte spielend jeden musikalischen „Hakenschlag“ mit. Da war ein Profi am Werk, der als „Phantom der Oper“ ebenso fesselte wie mit der Ballade „Can you feel the love tonight“ aus „König der Löwen“ oder im Quartett mit seinen Gesangskollegen bei „Nightfever“. Ein insgesamt mit- reißender Abend, der die Menschen beschwingt und mit klingenden Melodien im Ohr nach Hause gehen ließ.

Christine Tröger

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