Große Ziele, wenig Aufwand

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die Stadtverwaltung ein Verkehrskonzept vorgestellt. Hierbei geht es vor allem darum, mit möglichst wenig Mitteln möglichst viel zu erreichen. Oswald Längst, in seiner Doppelfunktion als Hauptamtsleiter und Geschäftsführer der Isny Marketing GmbH, trug den Gemeinderäten vor, was als Interimslösung dienen soll.

Wohl gemerkt, dass ist keine endgültige Festlegung, sondern zeitlich begrenzt, um nach Öffnung der Tunnels überhaupt ein Konzept in der Hand zu haben. Noch steht nicht fest, wann der Tunnel für die Ortsumgehung freigegeben wird. Wenn es erst nach die Sommerferien zur Freigabe kommt, dann will sich Bürgermeister Rainer Magenreuter für eine Teilfreigabe einsetzen. Das bedeutet, dass der Verkehr in die Maierhöfener Straße umgeleitet wird und dann nach links über die fertige Straße bis nach Ziegelstadel abbiegt. Nichts ist entschieden. Die Gutachten der Hochschule Bochum und die Innenstadtanalyse der CIMA liegen nach Meinung von Edwin Stöckle, Fraktionsvorsitzender der SPD, noch immer ungenutzt in der Schublade. Nach seinem Dafürhalten ist auch möglichst schnell ein vernünftiges Parkleitsystem vorzuplanen. Die SPD-Fraktion war sich einig, dass die Hochschule Bochum mit der Vollsperrung des Marktplatzes recht hat und das jeder anderen Lösung vorzuziehen ist. Auch Rolf Pawelka von den Freien Wählern sieht das so. Die Verbindung der Altstadtquartiere würde die Ausschließung des Durchgangsverkehrs voraussetzen. „Das Konzept der Stadtverwaltung ja, aber nur für kurze Zeit, bis die anderen Klärungen herbei geführt sind.“ Freie Wähler und die CDU haben sich in der folgenden Abstimmung im Sinne der Stadtverwaltung durchgesetzt und so wird folgende Abwicklung vorangetrieben: B12 alt: Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen (Anlieger und Andienung frei), Geschwindigkeitsbeschränkung 30 Km/h und direkt auf dem Marktplatz sieben Km/h. Das Parkierungssystem sieht Längsparken an der Obertor- und der Bergtorstraße vor. Busparken in der Lindauerstraße, Optimierung der Parkmöglichkeit in der Hofstatt. Dabei sollten einige der baufälligen Häuser in diesem Bereich abgebrochen werden, um weiter Parkflächen zu erhalten. Für den Bereich Obertor- und Bergtorstraße ist ein finanzieller Anreiz geplant, damit die Fassaden der Häuser renoviert werden. Die Außenwerbung an der A96 und an der B12neu ist zu gestalten. Die Märkte und besondere Veranstaltungen sind ebenfalls für den Marktplatzbereich geplant. IAA, Allgäutag und Themenmärkte sollen ebenfalls diesen Bereich am Marktplatz mit einbeziehen. Die Frage, ob der Verkehr nun über den Marktplatz geführt wird, stellt sich auf alle Fälle für längere Zeit nicht, wenn nämlich die Kanalisation in der Obertorstraße erneuert werden muss und dann für längere Zeit eine Totalsperrung notwendig wird. Das ist auch die Meinung von Gebhard Mayer, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. „Gehen wir doch die Sache ruhig an. Wir sollten die Praxis wirken lassen und dann reden wir weiter“, erklärte er.

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