"Großer Tag für Durach"

Angeführt von Durachs Bürgermeister Herbert Seger (rechts) und Landrat Gebhard Kaiser wird die neue Querspange mit einem Autokorso aus sportlichen Flitzern sowie Pkw- und Traktor-Oldtimern eingeweiht. Foto: Tröger

Was lange währt, wird endlich gut: An die 50 Jahre hat es bei der Duracher Querspange von den ersten Plänen bis zur Fertigstellung gedauert. Den Rückblick auf komplizierte Verhandlungen für den benötigten Grunderwerb von insgesamt 95 000 Quadratmetern, sich im Verlauf ändernden Vorschriften oder auf die erforderlichen Sonderbauwerke lieferte Durachs Rathauschef Herbert Seger im Rahmen der feierlichen Einweihung vergangenen Freitagnachmittag.

Exakt ein Jahr nach dem Spatenstich des zweiten Bauabschnitts konnte der, wie Seger meinte, „große Tag für Durach“ gefeiert werden. Für den passenden Rahmen sorgten die Duracher Musikkapelle sowie der katholischen Pfarrer Josef Gomm und sein evangelischer Amtsbruder Gerhard Solbach. Insgesamt gut drei Jahre hat das 7,5 Millionen Euro teure Projekt laut Seger gedauert, das seit fast „50 Jahren präsent“ gewesen sei, 25 Jahre lang für intensiven Diskussionsstoff gesorgt und 15 Jahre für die konkreten Verhandlungen beansprucht habe. Große Bedeutung Es sei „ein unheimlich langes Bohren von dicken Brettern“ von Kommunalpolitikern gewesen, betonte er, dass die Bedeutung dieser Querspange „nicht genug herausgestellt werden kann“. Neben der direkten Verkehrsentlastung von 1400 Anwohnern biete diese, unter anderem, neue Möglichkeiten für das Gewerbegebiet und auch das Radwegenetz werde durch die nun direkte Verbindung zwischen Weidach und Durach davon profitieren. Ein „großes und wichtiges Projekt“ sah auch Landrat Gebhard Kaiser (CSU) in der neuen Querspange, zumal es, anders als früher, heute kein Standortvorteil mehr sei, Hauptstraßen mitten durch die Ortschaften zu führen. „Heute sind wir bestrebt, die Ortskerne vom Durchgangsverkehr zu entlasten“, betonte der Landkreischef die Bedeutung des „wichtigen Infrastrukturprojektes“. Nach dem feierlichen Eröffnungsakt mit Durchschneiden des Bandes und Enthüllen eines Gedenksteins wurde die neue Fahrstrecke unter anderem mit Oldtimer-Traktoren und –Pkws erstbefahren, um anschließend für den öffentlichen Verkehr frei gegeben zu werden.

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