Elise Reiß und Regine Glatthaar erhalten Bundesverdienstmedaille

Hohe Auszeichnung

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Landrat Gebhard Kaiser zeichnet Elise Reiß (links) und Regine Glatthaar mit der Bundesverdienstmedaille aus.

Altusried/Waltenhofen – Für ihren ehrenamtlichen Einsatz sind Elise Reiß aus Altusried und Regine Glatthaar aus Waltenhofen vergangene Woche mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden.

„Ohne die vielen Frauen und Männer, die bei uns ein Ehrenamt ausüben, wäre unsere Region um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar”, sagte Landrat Gebhard Kaiser (CSU) anlässlich einer kleinen Feierstunde im Landratsamt Sonthofen. 

Elise Reiß aus Altusried ist seit zehn Jahren als Seniorenbeauftragte für das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West tätig. In dieser Zeit habe sie „ein außerordentliches ehrenamtliches Engagement” gezeigt, so Landrat Kaiser. Reiß leiste mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Kriminalprävention bei Senioren und arbeite aktiv am Projekt „Senioren informieren Senioren”. 

Allein im Jahr 2010 habe die Altusriederin 30 Vorträge vor über 1360 Zuhörern gehalten. „Dafür sind sie im Jahr mehrere tausend Kilometer im Auto unterwegs.” Der Zeitaufwand für ihr Ehrenamt betrage durchschnittlich zehn Stunden pro Woche. „Sie sind eine vorbildliche Bürgerin, die trotz ihres rüstigen Alters immer wieder unter Beweis stellt, zu welch außergewöhnlichen Leistungen sie in der Lage sind”, lobte Kaiser die Geehrte. Regine Glatthaar aus Waltenhofen wurde für ihren Einsatz zum Erhalt von Bodendenkmälern mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Vor allem für die im Allgäu unbekannten Erdställe setzt sich Glatthaar, die erst kürzlich aus dem Kreis Cham ins Oberallgäu zog, seit 40 Jahren ein. Erdställe sind von Menschen künstlich angelegte Höhlen, deren Entstehungszeiten und Zweckbestimmungen für die Wissenschaft noch weitgehend ungeklärt sind, erläuterte der Landrat. 

„Bei uns im Allgäu sind diese Erdställe eher unbekannt.” Glatthaar wurde 1990 zur Vorsitzenden des bayerischen Arbeitskreises für Erdstallforschung gewählt. Dieses Amt übte sie bis 2009 aus, dann wurde sie zur Ehrenvorsitzenden bestimmt. „Dank Ihrer Arbeit kann beispielsweise der Landkreis Cham heute 91 registrierte und dokumentierte Erdställe aufweisen, die größte Anzahl im bayerischen Vergleich”, so Landrat Kaiser. Außerdem hätten sich durch ihren Einsatz die früher eintägigen Jahreshauptversammlungen des Arbeitskreises mittlerweile zu auch international besuchten Fachtagungen entwickelt.

kb

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