Großes Leistungsspektrum

Vor Festen in der Stadt baut der Lindenberger Bauhof Bühne und Laufsteg auf. Foto: cut

Der Lindenberger Bauhof gleicht mit seinen 19 Mitarbeitern als personalintensivste Abteilung der Stadt einem mittelständischen Unternehmen. Die Stadt wollte jetzt wissen, ob der Personalstand angemessen ist, ob der Fuhrpark den Anforderungen entspricht, ob der Bauhof wirtschaftlich arbeitet und was sich verbessern lässt. Um das herauszufinden beauftragte sie ein Fachbüro mit einer Untersuchung.

Das Fachbüro erteilt dem Bauhof gute Noten, berichtet Hauptamtsleiter Roland Kappel. Der Bauhof arbeite effizient und habe bei dieser Fülle der Aufgaben gerade noch das nötige Personal. Er gelange aber in kritischen Situationen bereits an seine Kapazitätsgrenzen. Der heikle Punkt ist der Winterdienst. Dann wird im Bauhof jede Hand fürs Schneeräumen und Streuen gebraucht. Aber Schneefälle und Wetterumschwünge sind in Zeitpunkt und Umfang nicht vorausberechenbar. Bei langanhaltenden und intensiven Winterphasen bauen sich so viele Überstunden auf, dass sie betriebsintern in den darauffolgenden Monaten kaum noch abgebaut werden können. Die Untersuchung macht für die Stadt vor allem klar: Zusätzliche Aufgaben können dem Bauhof nur noch aufgelastet werden, wenn entweder der Personalstand erhöht wird oder Aufgabenbereiche ausgelagert und an Dritte vergeben werden. Das Gutachterbüro hat auch einige kleinere Teilbereiche erkannt, die wirtschaftlicher von Auftragsfirmen erledigt werden könnten, wenn diese die entsprechende Ausrüstung haben. Dazu gehört zum Beispiel das Reinigen der Sinkkästen (Straßeneinlaufschächte). Die vielfältigen Anforderungen an den Bauhof zum Beispiel durch Vereine und Institutionen (Devise: „Kann das eben mal schnell der Bauhof machen?!“) wird, auf Anraten des Gutachterbüros, in eine neue, exakte Wirtschaftlichkeitsberechnung einfließen. Damit werde künftig klar, in welchem finanziellen Ausmaß die Stadt einzelne Bereiche tatsächlich unterstütze, berichtet Hauptamtsleiter Kappel. Zeitpunkt erkennen Der Fahrzeug- und Gerätebestand im Bauhof hat zum Teil schon ein hohes Alter. Auch hier macht die Kommunalberatung Vorschläge für geeignete Ersatzbeschaffungen. „Es gilt, den Zeitpunkt zu erkennen, an dem die Reparaturen überhand nehmen“, erklärt Kappel. Der Lindenberger Bauhof ist zuständig für 45 Kilometer Straßen, 11,5 Kilometer Fußwander- und Radwege, 7,5 Kilometer Gehwege, 17 000 Quadratmeter Parkierungsflächen und Parkbuchten, 13 000 Quadratmeter an öffentlichen Plätzen, rund 1000 Bäume in der Stadt (Baumpflege), 250 Baumscheiben, 15 Blumenbeete, 200 000 Quadratmeter Grünflächen (davon 100 000 Quadratmeter pflegeintensive Rasenflächen) und 6700 Quadratmeter Hecken.

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