"An gscheide Bergkäs"

In kürzester Zeit kann sich der Interessierte bei der Wanderausstellung „Luag aufs Land“ darüber informieren, was Kühe fressen und was sie daraus machen. Den allgäuer Dialekt zu beherrschen ist keine Voraussetzung, aber es schadet auch nicht. Foto: Würzner

Dass die Milch von der lila Kuh kommt, glauben manche Kinder in deutschen Großstädten. Muss diese zunehmend um sich greifende Weltentfremdung jetzt schon im Allgäu gestoppt werden? Der Kreisverband Oberallgäu des Bayrischen Bauernverbands schickte die Wanderausstellung „Luag aufs Land“ vorsichtshalber schon mal nach Altusried, der viehreichsten Gemeinde weit und breit.

Auf den Schautafeln mit den an Leib und Seele offensichtlich gesunden Kindern stehen Sätze im kernigsten allgäuer Dialekt, wie: „Dr Opa und i easset zur Brotzeit am liabschte an gscheide allgeier Bergkäs.“ Denn mit jedem Stück Käse wird die Kulturlandschaft gepflegt, in der genfreies Futter für die gute allgäuer Milch angebaut wird, erfährt der Besucher und darf sich in ein 3 D-Foto anschauen. Die weiteren Themen sind Mähe, Kreisle und Schwadre, Silage, Bschütte, Fuattre, Melke. Wer sich die paar Minuten Zeit genommen hat, kann jetzt ein paar Brocken Allgäuerisch und weiß, dass aus der Menge Milch, die eine durchschnittliche Kuh gibt, also circa 20 Liter pro Tag, 2,4 Kilo Hartkäse, ein Kilo Butter oder 22 Kilo Joghurt hergestellt werden können.

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