Hohe Beteiligung an einer Auktion für den Hospizverein

Fast 2000 Euro Gewinn

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Eine Attraktion am Samstag auf dem neuen Hildegardplatz ist eine Versteigerungsauktion zugunsten des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu. OB Dr. Netzer und Bürgermeister Josef Mayr versteigern während des Wochenmarktes Sachspenden der Marktbetreiber an die Meistbietenden.

Kempten – Nur einen Tag nach der feierlichen Einweihung des neu gestalteten Hildegardplatz und der offiziellen Übergabe des neuen Stadtjuwels an die  Bürger, fand im Rahmen des samstäglichen Wochenmarktes auf diesem eine Versteigerung von freiwilligen Gaben der Wochenmarktbetreiber statt.

OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) gab sich die Ehre, vor zahlreichen Besuchern des Wochenmarktes die Spenden der Marktständebetreiber bei einer Auktion „unter das Volk zu bringen”. Dabei musste sich OB Netzer gar nicht groß mühen, denn nach vielen Jahren Amtszeit ist Kemptens Rathauschef ein eloquenter Redner geworden und so war es für ihn ein Leichtes, die vielen Spenden, die in einem Füllhorn gesammelt wurden, an den Mann oder die Frau zu bringen. 

So wurden Früchtekörbe, Kartoffelsäcke, Wurstpakete und vieles mehr dem jeweils Höchstbietenden zugesprochen, kommentiert von teils ironischen Kommentaren Netzers, wie „Dieser Sack Kartoffel geht an Joachim Rall vom Juweliergeschäft Kinzel + Rall. Na, Herr Rall wollte schon immer die besten Kartoffeln.” Auch einige Stadträte und prominente Kemptener, wie AÜW-Chef Michael Lücke, boten fleißig mit und erwarben Spenden aus dem prall gefüllten Füllhorn. 

Verein braucht Geld 

Begünstigter der Versteigerungs-Aktion ist der Hospizverein Kempten-Oberallgäu, der Menschen auf ihrem letzten Gang im Leben begleitet. Angesiedelt ist der Hospizverein in der Madlenerstraße 18. Hier liegt zugleich das Problem. Durch den Abriss und die geplante Neunutzung des ehemaligen Krankenhausgeländes an der Memminger Straße ist nun auch der Standort des Hospizvereins vakant. Zudem würde eine Umsetzung einer neuerlich EU-Richtlinie zum Brandschutz eine teure Renovierung erfordern.

„Diese Geld hat unser Verein nicht”, erklärte Dr. Barbara Zagoricnik-Wagner von der Ortsgruppe Kempten. Susanne Hofmann, Pflegeleiterin in Kempten, ergänzte, dass schon heute viele Anfragen auf stationäre Sterbebegleitung aufgrund von Platzmangel leider abgelehnt werden müssten. Umso glücklicher zeigten sich die Verantwortlichen, dass durch das Engagement des scheidenden Oberbürgermeisters Geld in die Kassen des Vereins gespült wird. 

1750 Euro 

Erlös An der Versteigerung maßgeblich mitbeteiligt waren auch Bürgermeister Josef Mayr (CSU), Vorsitzender des Hospizvereins, und Marktmeister Paul Lenz vom Ordnungsamt der Stadt Kempten. Insgesamt wurden 1750 Euro bei der Versteigerung erzielt. Wer darüber hinaus für den Hospizverein Kempten-Oberallgäu spenden möchte, dem sei der Besuch des Dankeschön- und Benefizkonzertes von OB Dr. Ulrich Netzer am 25. April auf dem Rathausplatz empfohlen, das zugleich das Abschiedsgeschenk des scheidenden ersten Mannes der Stadt an seine Bürger sein wird (siehe eigener Artikel auf Seite 1 dieser Kreisboten-Ausgabe).

Jörg Spielberg

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