Hackenberg übernimmt Kecks Job

Michael Keck (rechts) und Günter Hackenberg (2.v.l.), der alte und der neue Leiter der Polizeiinspektion Kempten, im Gespräch mit dem Präsident des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, Hans-Jürgen Memel (links), und OB Dr. Ulrich Netzer. Foto: Läufle

Nach acht Jahren an der Spitze der Polizeiinspektion (PI) Kempten ist Polizeioberrat Michael Keck vergangenen Mittwoch offiziell verabschiedet worden. Gleichzeitig fand die Einführung seines Nachfolgers, Polizeidirektor Günter Hackenberg, statt. Der Präsident des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, Hans-Jürgen Memel, und OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) würdigten vor rund 50 Gästen die Verdienste von Keck und hießen Hackenberg herzlich willkommen.

Mit Wirkung zum 1. Oktober habe Michael Keck auf Wunsch des Innenministeriums die Leitung der PI Neu-Ulm übernommen, zeitgleich ist Günter Hackenberg zum neuen Leiter der PI Kempten ernannt worden, erläuterte Memel. In den Reihen begrüßte er unter anderem auch seinen neuen Stellvertreter, Klaus Faltenbacher, Vertreter anderer Polizeidienststellen, der Feuerwehr und Landrat Gebhard Kaiser (CSU). Im Bezug auf Keck meinte er, dass der nicht etwa in den Ruhestand gehe, um den Herbst des Lebens zu genießen. „Dazu ist er noch viel zu fit, jung und aktiv“, betonte Memel. Er verlagere seine Aktivitäten vielmehr in den Norden. In der Folge zeigte der Präsident kurz Kecks Weg bei der Polizei auf (der KREISBOTE berichtete) und schilderte, dass sein Wechsel nach Kempten vor acht Jahren von manchen mit Skepsis beäugt worden sei. „Mit 39 Jahren war er noch kein alter Hase, außerdem kein Allgäuer und einen anderen Dialekt hatte er auch noch“, so Memel. Ein Mitarbeiter habe damals gesagt, Keck habe akustisch einen ganz anderen Eindruck hinterlassen als sein Vorgänger. Nun kehrt der Polizeioberrat nach acht Jahren zurück zu seinen Wurzeln und ist nun Chef der PI Neu-Ulm. Keck habe alle Aufgaben und Anforderungen stets souverän bewältigt und die gesteckten Jahresziele regelmäßig erfüllt, lobte Memel. „Eines seiner Hauptziele war die Kontrolle von Straßen- und Jugendkriminalität“, fügte er an. So sei es immer ein Anliegen von ihm gewesen, das Sicherheitskonzept für die Allgäuer Festwoche weiterzuentwickeln. Außerdem habe er besondere Fähigkeiten im Umgang mit Mitarbeitern gezeigt. Viel Freude wünschte Memel Keck zum Abschied und war sich sicher, dass er seine Geschicke in Neu-Ulm genauso gut leiten wird. Viel Engagement Einen Dank richtete er auch an „den Neuen“ und „alten Bekannten“ des Polizeipräsidiums, Günter Hackenberg. Nach einigen Stadtionen in ganz Bayern (der KREISBOTE berichtete) kam Hackenberg am 1. Januar 2009 zum Polizeipräsidium Schwaben Süd/West und leitete das Sachgebiet Dienstbetrieb und Organisation. „Er wird viele Schlüsselstellen abdecken“, so Memel und war sich sicher, dass der 51-jährige Polizeidirektor seine neue Aufgabe mit viel Engagement angehen wird. „Michael Keck zeichnete sich aus durch außerordentlich fachliche und menschliche Kompetenz“, sagte OB Netzer. Als Sicherheitsbehörde sei die Stadt in den vergangenen acht Jahren direkter Partner von Keck gewesen. Er sei für die Belange der Stadt immer aufgeschlossen gewesen. Mit den Schlagworten kompetent (K), engagiert (E), clever oder cool (C) und krisenfest (K) buchstabierte Netzer Kecks Namen und weil das noch nicht reichte, fügte er mit professionell (P), ordnungsliebend (O) und ruhig ( R) noch den Polizeioberrat hinzu. Hackenberg wünschte er auch im Namen des Landrates alles Gute und bot ihm eine vertrauensvolle, enge und „aufgabenlösungsorientierte“ Zusammenarbeit an. Auf „acht wunderbare Jahre“ blickte Keck selbst zurück. Und obwohl er anfangs kritisch beäugt wurde habe er seinen „sprachlichen Minderwertigkeitskomplex“ schnell abgelegt, meinte er. „Die Allgäuer sind mir in den letzten acht Jahren ans Herz gewachsen“, sagte Keck und sprach vor allem auch seinen ehemaligen Mitarbeitern Dank aus, ohne die das nicht möglich gewesen wäre. Richtige Entscheidung Ihm sei bewusst, welche Verantwortung er mit der Leitung der größten PI im Regierungsbezirk übernehme, sagte Hackenberg. Keck habe ihm eine wohlbestellte, gut aufgestellte PI hinterlassen. Antworten auf drei Fragen, die ihm in den vergangenen Tagen oft gestellt worden seien, gab er bei seiner Einführung. Zum einen habe er die Leitung der PI ohne zeitliche Beschränkung übernommen. Außerdem sei es sein ausdrücklicher Wunsch gewesen und er habe keine Bedenkzeit gebraucht. „Abgesehen davon, dass man immer ja sagen sollte, wenn einen der Chef was fragt“, witzelte er. Und drittens hält er die Entscheidung für sich für gut und richtig. Er freue sich auf die neuen Aufgaben und fühle sich in Kempten zuhause, so Hackenberg und schloss mit einem leicht umformulierten Zitat eines Politikers in Berlin: „Ich bin Leiter der PI Kempten und das ist auch gut so.“

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