Hartz-IV-Empfänger rastet aus

Ein Strafverfahren wegen Bedrohung erwartet einen 51-jährigen Kemptener, der vergangene Woche einem Sachberarbeiter der Arge gedroht hatte ihn „wegzumachen“. Grund für die Drohung war den Polizei- angaben zufolge die Kürzung der Hartz-IV-Sätze.

Da der 51-Jährige ein ihm zumutbares Arbeitsverhältnis als Zeitarbeiter beendet hatte, wurden ihm die Hartz-IV-Bezüge gekürzt. Darüber war der Mann so erbost, dass er am Dienstagnachmittag vergangener Woche bei der ARGE anrief und dem 27-jährigen Sachbearbeiter drohte, dass er am Mittwoch in die Behörde komme und ihm mit einem Baseballschläger „wegmacht“. Nach der Alarmierung durch die Arge überwachte die Polizei daraufhin die Wohnung des polizeibekannten Mannes. Der verließ am Mittwoch gegen 16.30 Uhr tatsächlich das Haus und machte sich bewaffnet mit mehreren Pfeilen und einem Bogen auf den Weg ins Stadtzentrum. Die Polizeibeamten nahmen den Mann deshalb vorläufig fest. Bei der weiteren Durchsuchung fanden die Beamten zudem zwei Messer. Der stark betrunkene 51-Jährige gab zu Protokoll, dass er in den Wald gehen und mit Pfeil und Bogen lediglich auf Bäume schießen wollte. Nach der Wohnungsdurchsuchung, Belehrung und Anzeigenaufnahme wurde der Mann wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

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