Hauptstraße wird umgestaltet

So wie jetzt soll die obere Hauptstraße in Lindenberg nicht bleiben. Der Stadtrat will daher nun einen Gestaltungswettbewerb einleiten. Foto: cut

Die Aufhebung des Probelaufs samt Durchfahrtssperre kann nicht das Ende der Innenstadtentwicklung sein. Die Freien Wähler (FW) drängen deshalb auf gestalterische Maßnahmen in der oberen Hauptstraße. Ein Planungswettbewerb soll jetzt verschiedene Möglichkeiten aufzeigen. Eine Fußgängerzone scheint dagegen endgültig vom Tisch zu sein.

„Die Stadt wurde in das Städtebau-Förderprogramm aufgenommen, weil auch aus Sicht der Städteplaner ein dringender Handlungsbedarf in der Innenstadt zur Attraktivierung und Belebung des Geschäftsbereichs besteht… Die Rückkehr zur ursprünglichen Führung des Verkehrs darf nicht das Ende der notwendigen weiteren Maßnahmen sein. Wir halten die Sache nach drei Jahren für ausreichend diskutiert und entscheidungsreif“, so Fraktionssprecher Dr. Friedrich Haag. In einem Antrag forderten die FW daher einen städtebaulichen Planungswettbewerb für den Lindenberger Stadtplatz und angrenzende Hauptstraße, wobei Durchfahrtsmöglichkeit bestehen bleiben soll. Letztendlich stimmten mit 15 zu sechs Stimmen die Gruppierungen CSU, Freie Wähler und Grüne für die Vorbereitung des Planungswettbewerbs, die SPD stimmte geschlossen dagegen. Auch die SPD möchte eine Straßenumgestaltung, aber zunächst nicht am Stadtplatz sondern im Bereich des Müller-Marktes. Dort sei der Bedarf dringlicher. Helmut Böller erklärte, nach den Erfahrungen in der oberen Hauptstraße sollte nun eben wieder unten neu angesetzt werden. Für Bürgermeister Johann Zeh ist das nur ein Weglaufen vor der sich stellenden Aufgabe, denn irgendwo müsse angefangen werden. Und nach der Vorgeschichte in der unteren Hauptstraße erwarte die Städtebauförderung nun eben dass „oben“ begonnen werde. Dies sei ein Anfang. Die zu entwickelnde gestalterische Handschrift lasse sich dann auch auf anderen Bereiche übertragen. Thomas Kühnel meinte: „Ich sehe massiven Handlungsbedarf, von oben bis unten in der Hauptstraße.“ Eine Fußgängerzone in Lindenberg will nach den sommerlichen Erfahrungen mit der geringen Akzeptanz der Bürger jetzt niemand mehr. Selbst Helmut Böller, dessen Fraktion schon vor Jahren eine Fußgängerzone beantragt hatte, konstatierte: „Die Fußgängerzone können wir ad acta legen.“ FW-Fraktionssprecher Haag betonte, dass die Zeit nun dränge. Wolle Lindenberg mit der Innenstadt weiterhin im Förderprogramm bleiben, so müsse es bei der anstehenden Evaluierung positiv abschneiden und Qualitätsverbesserungen vorzuweisen haben. Böller setzte dagegen, auch wenn Lindenberg in der unteren Hauptstraße beginne, sei das eine Verbesserung.

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