Mut zum Helfen

Oft geschieht es am helllichten Tag. Menschen werden beraubt, bedroht oder zusammengeschlagen. Viele haben es gesehen, die meisten haben sich abgewendet. Dabei hätte Schlimmeres verhindert werden können – wenn alle eingeschritten wären. Damit die Menschen in solchen Situationen künftig vielleicht anders reagieren, bietet das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West jetzt Kurse zum Thema „Zivilcourage“ an.

Es geht nicht darum, den Helden zu spielen. Auch sich selber in Gefahr zu bringen, ist nicht gefordert. Manchmal reicht es aus, Hilfe herbeizuholen oder die Polizei zu rufen. Einschreiten nach den eigenen, persönlichen Möglichkeiten ist angesagt. Wie aber soll man sich als Zeuge oder Helfer in brenzligen Situationen richtig verhalten? Wie steht es um unsere Sicherheitslage? Welche psychosozialen Mechanismen laufen ab, bevor wir helfen? Wie helfe ich, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Wie sieht die Rechtslage aus? Was kann ich tun, um einen Übergriff zu vermeiden? Welche Mittel kann ich effizient zur Verteidigung einsetzen? Diese und weitere Themen werden bei den Kursen in der Theorie und mit praktischen Rollenspielen vermittelt. Einer der interaktiven und kostenlosen Kurse findet am 2. Oktober von 10 bis 14 Uhr in Kempten statt. Interessenten, die mit einer vorherigen Überprüfung durch die Polizei einverstanden sind, können sich beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West unter der Telefonnummer 0831/99 09 13 30 noch bis zum 15. September anmelden. Mehr Informationen zum Thema Zivilcourage gibt es im Internetangebot der Polizei unter www.polizeiberatung.de und www.aktion-tu-was.de. „Wir wollen, dass Sie sicher leben!“ ist laut Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel nicht nur ein Werbeslogan, sondern ein aktiver Part der Polizei zwischen Allgäuer Alpen und Donau. Mit dem Kursangebot will das Polizeipräsidium für Zivilcourage werben und das Bewusstsein für mehr Solidarität und größere Hilfsbereitschaft stärken.

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