Hellwach in die Zukunft

Die Pflege des ökumenischen Miteinanders sowie das Kennenlernen neuer Ausdrucksformen des Glaubens sind nach Meinung des Jugendpfarrers Klaus Hellmich die Grundlage für die ökumenischen Jugendgottesdienste in Kempten. Der Erfolg gibt den Veranstaltern recht, denn auch bei der nunmehr dritten Auflage des kirchlichen Events kamen 400 Jugendliche und Junggebliebene in die St. Ulrichskirche. Gemeinsam spürten sie dem Motto „Alive?! Schläfst du noch? Oder lebst du schon?“ nach.

Ein vielschichtiges Programm lockerte von Anfang an die Stimmung in der vollbesetzten Kirche auf. Aktuelle Lieder von der Band „Christuskirche“ und der Kids-Band Leubas begeisterten die jungen Leute ebenso wie die treffenden Kurzfilme, die sich mit dem Thema „Aufwachen“ beschäftigten. Gerhard Kehl von der Jordanstiftung und Hellmich brachten den Jugendlichen auf spaßige Weise die Geschichte der ökumenischen Jugendgottesdienste nahe. In einem eindrücklichen Anspiel zeigten vier Jugendliche sehr verschiedene Tagesgestaltungen und ließen dem Publikum die Wahl zwischen Dämmer- und Wachzustand. „Egal, ob du Rapper, Skater, Player oder Angehöriger der Müslifraktion bist“, rief Pfarrer Jens Cleve den Jugendlichen zu, „entscheidet euch einfach, lebendig zu sein!“ Jeder, so der Geistliche, habe Sehnsucht nach Anerkennung, Erfolg und Freundschaft. „Aber wir erfahren alles nur begrenzt und sind auf der Suche nach mehr. Dieses Mehr finden wir bei Christus, denn er ist der Anker in der Zeit.“ Mit Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben ergänzen die Jugendlichen Stefan und Daniel das Gehörte. „Gott macht mehr aus meinem Leben. Bei ihm darf ich sein, wie ich bin. Er schenkt mir Kraft“, erzählten die beiden. Auf der Segensmeile können sich die jungen Leute dann noch segnen lassen. Andere knüpfen in der Zwischenzeit ein Reepschnurband. Jeder Knoten steht für eine positive Erinnerung im Leben. Nun braucht man noch einen Partner, der das Armband am Handgelenk befestigt. „In Beziehungen“, so Cleve, „geht eben alles leichter. Sehnsüchte, Fragen und Ängste werden miteinander geteilt.“ Isabella und Daniel gehen ermutigt aus dem Gottesdienst. Sie finden es wichtig, dass die verschiedenen Konfessionen zusammen arbeiten. Außerdem nehmen sie viele Impulse mit in den Alltag.

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