Wie immer harmonisch

Nachwuchswerbung hat Priorität

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Vorstandswahl bei der Kreishandwerkerschaft Kempten: Hans-Peter Rauch (rechts), Vizepräsident der Handwerkskammer für Schwaben, und der Geschäftsführer der Handwerkskammer Schwaben, Dipl. oec. Ulrich Wagner (2.v.r.), mit Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann (v.l.), den Vorstandsmitgliedern Karl Schuster, Gabriel Lerchenmüller, Erwin Weber und Matthäus Bertele, den stellvertretenden Kreishandwerksmeistern Klaus Dieter Scholl und Albert Miller sowie Vorstandsmitglied Uwe Jocham.

Kempten – Harmonisch und von guter Zusammenarbeit gekennzeichnet war die jüngste Amtsperiode des Vorstands der Kreishandwerkerschaft Kempten. Ebenso harmonisch verlief jetzt die turnusmäßige Neuwahl, wichtigster Tagesordnungspunkt bei der diesjährigen Herbstversammlung der Kreishandwerkerschaft.

Nur auf zwei Positionen gab es Veränderungen, da sich der stellvertretende Kreishandwerksmeister Peter Schuster und Vorstandsmitglied Reinhard Kremmling nicht mehr zur Verfügung stellten. So wird Hans-Peter Hartmann als Kreishandwerksmeister, der einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde, künftig neben Klaus Dieter Scholl (Innung Spengler, Sanitär und Heizungstechnik Kempten-Oberallgäu) von Albert Miller (Innung für Elektro- und Informationstechnik Kempten-Oberallgäu) als stellvertretende Kreishandwerksmeister unterstützt. Dem fünfköpfigen Vorstand gehören außerdem Gabriel Lerchenmüller (Bau-Innung Kempten), Matthäus Bertele (Metall-Innung Kempten/Oberallgäu), Uwe Jocham (Steinmetz- und Steinbildhauer-Innung Südschwaben), Erwin Weber (Bäckerinnung Kempten/Oberallgäu) und Karl Schuster (Fleischer-Innung Allgäu) an.
Möglichkeiten nutzen
Hartmann betonte in seinem Bericht die Bedeutung von Netzwerken für eine Institution wie die Kreishandwerkerschaft und die ihr angeschlossenen Innungen. Eine gute Verbindungen zu Behörden, Ämtern und Politik sowie die Netzwerke, zum Beispiel mit den benachbarten Kreishandwerkerschaften, habe bei seiner Arbeit stets Priorität. Nur so werde man wahrgenommen und könne etwas erreichen. Daran gelte es weiter intensiv zu arbeiten. Alle Möglichkeiten für Gespräche, in denen man der Politik die Meinung und Sorgen des Handwerks näher bringen könne, müssten genutzt werden. Hartmann verwies in diesem Zusammenhang auf ein Treffen mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer in Kempten, bei dem die Handwerks-Repräsentanten ihre Bedenken zur geplanten Lkw- Mauterhöhung aus Sicht des Handwerks darstellen konnten. Auch ein Besuch des Vorstands der Kreishandwerkerschaft in der Staatskanzlei in München bei Staatsminister Thomas Kreuzer sei sehr informativ gewesen. Beinahe zwei Stunden hatte der Vorstand Gelegenheit, die verschiedensten handwerklichen Themen mit dem Minister zu besprechen, berichtete Hartmann weiter.Weiterer Schwerpunkt im Bericht des Kreishandwerksmeisters war das Problem, geeig- neten Nachwuchs für Handwerksberufe zu gewinnen. Hartmann informierte über die geplanten Maßnahmen, um diese für das Handwerk kritische Situation zu verbessern. Wichtigstes Projekt dabei ist die Berufsoffensive 2013/2014, die, so der Kreishandwerksmeister, „eine großartige Plattform ist, unsere Handwerke zu präsentieren bzw. unsere Betriebe in Kontakt mit den Schülern zu bringen“.Zu diesem Thema informierte der Geschäftsführer der Handwerkskammer Schwaben, Dipl. oec. Ulrich Wagner, anschließend noch ausführlich. Auch er machte deutlich, welche Chancen diese Aktion biete, aber gleichzeitig auch, dass neben der Kreishandwerkerschaft und den Innungen auch die einzelnen Betriebe ihren Beitrag leisten müssten. Wie wichtig auch die anwesenden Repräsentanten aller in der Kreishandwerkerschaft vertretenen Innungen dieses Thema nehmen, machte die anschließende ausführliche Diskussion deutlich.
Feier wird angenommen
Dass die Kreishandwerkerschaft auf dem richtigen Weg ist, die Jugend verstärkt zu erreichen, zeigt sich auch an den Lehrabschluss- bzw. Freisprechfeiern. Wie der Obermeister zu seiner Freude berichten konnte, wird diese Feier jetzt von den neuen Gesellen/-innen sehr gut angenommen, „was bestimmt auch daran liegt, dass die Feier kurzweilig und nicht mehr so steif ist“, so Hartmann.„Stolz auf die Kreishandwerkerschaft Kempten“ zeigte sich Hans-Peter Rauch, stellvertretender Präsident der Handwerkskammer für Schwaben. Wie Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann mit seinem Vorstand und auch Geschäftsführer Gottfried Voigt in gemeinsamer Arbeit die Kreishandwerkerschaft führten und weiter nach vorne bringen, sei vorbildlich. prb

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