Das Hickhack geht weiter

Zum Umfallen: Beim FCK läuft es derzeit weder sportlich noch wirtschaftlich. Foto: Emanuele

Der FC Kempten steht nicht nur finanziell, sondern auch sportlich vor einer ungewissen Zukunft. Am Wochenende verlor das Team von Dame Diouf mit 2:5 ein Testspiel gegen den klassentieferen FC Wiggensbach. Unterdessen hat sich Vorsitzender Renè Stache gegen die öffentlichen Vorwürfe seines Vorgängers Michael Eß zur Wehr gesetzt.

Gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt, Rudolf Gebert, wies Stache die von Eß öffentlich geäußerten Vorwürfe zurück. Bereits am 2. November, dem Tag der denkwürdigen Jahreshauptversammlung, sei die finanzielle Situation wohl nicht ganz so optimistisch gewesen, wie seinerzeit von Eß behauptet. „Schon damals muss erkennbar gewesen sein, dass mit der Zeit immer mehr Schulden aufliefen“, so Stache. Ursache seien die ausstehenden Gehälter und Sozialabgaben für die Spieler Diouf und Helton, Nachzahlungen für geleaste Fahrzeuge und Steuerschulden gewesen. „Insgesamt stellte Renè Stache zum 31. Dezember einen Schuldenstand in deutlich fünfstelliger Höhe fest“, so Anwalt Gebert. „Wegen der für einen Amateurverein auf Dauer untragbaren Profispielergehälter stand zu erwarten, dass sich die finanzielle Situation im Laufe des Jahres immer weiter verschlechtern würde.“ Zum Vorwurf, Stache habe lange nichts unternommen, um Sponsoren zu gewinnen, entgegneten beide: Aufgrund des langwierigen Hickhacks um seine Amtsübernahme habe Stache erst Ende Dezember Einblick in alle Unterlagen bekommen. Nachdem er die Lage vollständig überblickte, habe er umgehend am 19. Januar die Insolvenz des Vereins beantragt. Indessen läuft es auch sportlich alles andere als rund beim Kemptener Traditionsverein. Am Wochenende verlor das Team von Spielertrainer Dame Diouf ein Testspiel zur Vorbereitung auf die Rückrunde gegen den klassentieferen FC Wiggensbach mit 2:5. Bittere Niederlage Nachdem einige Spieler aus der Nachwuchsabteilung trotz offenbar gegenteiliger Absprachen nicht aufliefen, trat der FCK lediglich mit einer Rumpfmannschaft auf dem Kemptener Kunstrasen an. In den ersten 45 Minuten waren die Gäste aus Wiggensbach die klar bessere Mannschaft und führten zur Pause deutlich mit 3:1. Erst in der zweiten Halbzeit kam der Bezirksligist aus Kempten besser in die Partie und konnte die verdiente Niederlage gegen den FC Wiggensbach noch in Grenzen halten.

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