Auftaktveranstaltung des Hildegardis-Gymnasiums im Colosseum-Center

Auf dem Weg zur Klimaschule

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Das Hildegardis-Gymnasium in Kempten macht sich auf den Weg zur Klimaschule und will in den nächsten Jahren die Kohlendioxid-Emissionen reduzieren.

Kempten – Der weltweite Klimawandel und die Folgen der steigenden Durchschnittstemperaturen auf unserem Planet gehören zu den ganz großen Herausforderungen der Gegenwart: Verlängerte Vegetationsperioden, die Häufung von Wetterextremen und die ansteigende Dauerfrostgrenze in den Alpen sind deutliche Hinweise, dass auch das Allgäu von diesen Veränderungen nicht unbeeinflusst bleibt. Neben den internationalen Klimaschutzvereinbarungen sind auch regionale und lokale Aktivitäten notwendig, um das Klima und somit unsere Lebensgrundlage zu schützen. Als erste „Klimaschule“ Süddeutschlands macht sich jetzt das Kemptener Hildegardis-Gymnasium auf den Weg einen Klimaschutzplan zu erarbeiten und die Kohlendioxid-Emissionen zu senken.

Schülerinnen, Schüler und eine Lehrerarbeitsgruppe des Hildegardis-Gymnasiums haben sich im Schuljahr 2015/2016 entschieden, das Thema Klimaschutz zu einem zentralen Thema der Schulentwicklung zu machen. Von der fünften bis zur zwölften Klasse sollen alle Schüler, Lehrer und Eltern für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden. Seit diesem Mai wird in Zusammenarbeit mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu eza eine umfangreiche CO2-Bilanz erstellt. In dieser Bilanzierung sollen möglichst alle Kohlendioxid-Emissionen erfasst werden, für die das Hildegardis-Gymnasium verantwortlich ist. Neben Strom und Wärme werden auch Emissionen durch den Mensabetrieb, den Weg zur Schule und Klassen- und Studienfahrten einbezogen.

Den offiziellen Auftakt zum Projekt Klimaschule bildete die Veranstaltung im Colosseum-Center am vergangenen Montag (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe). Unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller haben sich die Unterstufen mit dem Film „Eine Unbequeme Wahrheit“ des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore beschäftigt. Die Oberstufen-Klassen haben sich mit dem Dokumentarfilm „Power to Change“ der Vision einer demokratischen, nachhaltigen und bezahlbaren Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien gewidmet.

Ein ausführlicher Bericht zur Auftaktveranstaltung „Klimaschule“ vom vergangenen Montag folgt.

Michael Schropp

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