Hoher Besuch aus München

Joachim Hanisch, Vorsitzender des Landtagsausschusses für Kommunale Angelegenheiten und Innere Sicherheit, informierte sich jetzt vor Ort über die ersten Erfahrungen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Im Gespräch mit Kemptens Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel und weiteren polizeilichen Führungskräften wurde die Sicherheitslage zwischen Allgäuer Alpen und Donau erörtert.

Im Zuge der Polizeireform war vor knapp zwei Jahren im Regierungsbezirk Schwaben eine neue Ära eingeläutet worden: Die Allgäu-Metropole erhielt nach Zusammenlegung der ehemaligen Polizeidirektionen Krumbach und Kempten ein eigenes Präsidium. Diesem gehören insgesamt 34 Polizeidienststellen an. Neben den Basisdienststellen, den sogenannten Polizeiinspektionen, handelt es sich dabei auch um sechs Kriminalpolizei- sowie vier Verkehrspolizeidienststellen. Rund 2000 Mitarbeiter sind für die Sicherheit von etwa 950000 Einwohnern in sechs Landkreisen und drei kreisfreien Städten zuständig. Hanisch, der bei seinem Besuch von den Landtagsabgeordneten Ulrike Müller und Dr. Leopold Herz (beide Freie Wähler) begleitet wurde, überzeugte sich bei seinem Besuch auch von der Leistungsstärke der neuen Einsatzzentrale: Täglich erreichen hier rund 800 Notrufe die Beamten an ihren Arbeitsplätzen, aus denen in der Folge über ein Viertel der Meldungen (etwa 210 Anrufe) auch zu einem tatsächlichen Polizeieinsatz führen. Mit der modernen Einsatzzentrale wird der Grundsatz der zentralen Einsatzannahme und der dezentralen Einsatzabwicklung verfolgt. Im Gespräch mit polizeilichen Führungskräften vor Ort konnte sich der Ausschussvorsitzende davon überzeugen, dass die Sicherheit der Bürger im Süd-Westen Schwabens gewährleistet ist. Die Gefahr, so resümierte Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel, Opfer einer Straftat zu werden, ist zwischen Allgäuer Alpen und Donau noch geringer als im bayerischen Durchschnitt. Auch die Aufklärungsquote der im Präsidiumsbereich angezeigten Straftaten kann sich mit 67 Prozent mehr als sehen lassen. Die bayernweite Aufklärungsquote beträgt im Durchschnitt knapp 64 Prozent.

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