Freie Wähler servieren beim Aschermittwoch Deftiges

"Haben alle selbst unterschrieben"

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Hans-Peter Wegscheider (v.l.), Alexander Hold und Kuni Bretag sorgen für gute Stimmung beim Politischen Aschermittwoch der Freien Wähler.

Kempten – Zünftig, in kariertem Hemd und Bluse sorgten Alexander Hold und Kuni Bretag in ihrem Zwiegespräch vergangenen Mittwochabend im voll besetzten Hirschdorfer Schützenvereinsheim für die ersten Lacher des Politischen Aschermittwochs der Freien Wähler (FW) Kempten.

„Wer Externe holen muss, zeigt nur, dass er dem lokalen Personal nicht vertraut“, frotzelte Bretag etwa in Anspielung auf den Besuch der Bundestagsabgeordneten Katrin Göring-Eckardt bei den Grünen. 

Ihr Fett weg bekamen bezüglich der Kandidatenliste auch die Republikaner („Also unsere Kandidaten wollen alle und haben auch alle selbst unterschrieben“) und die FDP. „Die setzen Töchter, Söhne und Opas auf die Liste“, stellte Bürgermeisterin Sibylle Knott fest. Warum, wusste Stadtrat Hold: „Wenn einer aus der Familie geblitzt wurde, haben wir früher auch immer nach Flensburg geschrieben, dass es der Opa war. Dabei hat der gar nichts davon gewusst.“ 

Unterbrochen wurde das Programm außer durch Gelächter immer wieder durch den Sprecher des Radios „Freie Wähler Allgäu“ alias Dieter Zacherle, der mit Neuigkeiten über die eigenen Köpfe die FW-Kandidaten durch den Kakao zog. Durch die Nachrichten kam unter anderem heraus, warum der Stadtrat Hans-Peter Wegscheider auf keinem der einzelnen Kopf-Plakate zu sehen ist. Man habe alles versucht, so Zacherle: „Der Kopf passt einfach auf kein Plakat.“ Neben Spitzen in alle Richtungen erläuterten die Freien Wähler auch die Herausforderungen der kommenden sechs Jahre. 

Was die FW im Bereich Bildung in den vergangenen Jahren voran gebracht haben, erklärte Kandidatin Julia Mayr aus ihrer Erfahrung als Grundschullehrerin heraus den Bürgern. So sei unter anderem die Suttschule großzügig saniert und umgebaut worden, Maßnahmen am Hildegardis-Gymnasium oder der Grundschule Heiligkreuz stünden an. Weitere Aufgaben des neuen Stadtrats wie die weitere Nutzung der Orangerie („Wir wollen keinen Anbau. Wir denken in Ruhe über eine Lösung für die Stadtbücherei nach.“) oder den Umbau des Bürgerservices der Stadtverwaltung („Manche optimale Lösung ergibt sich gerade, wenn man keine schnelle Lösung sucht.“) brachte Hold den Anwesenden nahe, bevor der Abend mit Gesprächen zwischen Kandidaten und den Bürgern ausklang.

kb

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