Vorstellung des geplanten Neubaus im Gestaltungsbeirat – Verschiedene Empfehlungen

Hospizplanung mit Potential

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So in etwa wird der Neubau des „Allgäu Hospiz“ Kempten in der Madlener Straße aussehen. Im Gestaltungsbeirat gab es jetzt noch verschiedene Empfehlungen.

Kempten – „Das ist ein guter Ansatz im Sinne der Integration in die Stadt, hat aber noch Potential“, meinte Werner Binotto, Stimmberechtigtes Mitglied des Gestaltungsbeirat, in der Sitzung des Gremiums vergangenen Donnerstag. Behandelt wurde der geplante Neubau des „Allgäu Hospiz“ in der Madlener Straße.

Stephan Walter von f64 Architekten präsentierte die aktuellen Planungen, die einen Neubau des Hospizes an der jetzigen Stelle vorsehen. Entstehen soll an der Madlener Straße ein eingeschossiges Gebäude, das auf die Flucht des denkmalgeschützten, ehemaligen Waschhauses gesetzt wird, mit einem zweigeschossigen „Rücken“ zum ehemaligen Kreiskrankenhaus hin. Im eingeschossigen Teil ist die gesamte Station mit künftig bis zu 16 Zimmern untergebracht (derzeit verfügt das Hospiz über acht Zimmer), inklusive der für den Betrieb nötigen Räume. Im Obergeschoss des rückwärtigen Gebäudeteils ist unter anderem ein Gästezimmer für Angehörige sowie der Verwaltungsbereich des Hospizvereins untergebracht.

Um dem Wunsch nach möglichst viel Licht in den Zimmern nachzukommen, sind zwischen den Gästezimmern, die wie es Walter ausdrückte als „drei Finger“ angelegt sind, jeweils „Atriumgärten“ mit viel Grün, kleinen Beeten oder auch einem Wasserspiel vorgesehen – ein Raum für Treffen. Die Zimmer sollen jeweils eine eigene Loggia bekommen, an denen durch Bepflanzung die Privatheit für die Bewohner hergestellt werden soll.

An der Ecke Madlener Straße/Memminger Straße ist zudem ein zusätzlicher Bau geplant, dessen Nutzung jedoch noch nicht ganz klar ist. Dieses Gebäude passt sich an die Bebauung der Memminger Straße stadteinwärts an und schafft laut Walter so eine klare Abtrennung zum ehemaligen Verlauf des Schlangenbachs (siehe Plan auf Seite 2 – Stadtgeschichte).

Binotto gefiel die Idee mit dem zusätzlichen Gebäude an der Ecke Madlener/Memminger Straße, bedauerte jedoch, dass zwischen den beiden Häusern nur Parkplätze seien. „Das sollte man mit Bepflanzung möglichst gut gestalten.“ Um in einen Dialog mit den Nachbargebäuden zu gehen, empfahl er, beim zweigeschossigen Gebäudeteil des Hospizes zum Beispiel mit einem Walmdach zu arbeiten. Ebenso sollte seiner Meinung nach die Fassade noch anders gestaltet werden, um dem Neubau wieder die Würde zu verleihen, die das jetzige Haus bereits habe.

In den „Atriumgärten“ sollte mit Bäumen gearbeitet werden, die dann in Bezug mit den umliegenden Bäumen stehen könnten. Walter nahm die Anregungen und Empfehlungen mit und meinte, dass er damit gut arbeiten könne.

"Spannende Aufgabe"

Sein f64-Architektenkollege Thomas Meusburger gab anschließend einen Zwischenbericht über die städtebauliche und landschaftsplanerische Entwicklung des Areals „Halde-Nord“. Dies sei eine „spannende Aufgabe“, auch weil es für die Entwicklung viele Vorgaben von der Stadt gibt. Das neue Wohngebiet soll mit 30 Prozent Einfamilienhäusern, 40 Prozent verdichteten Einfamilienhäusern (Doppel- und Reihenhäuser) sowie 30 Prozent Geschosswohnungsbau bestückt werden. Im Herz des Quartiers soll eine Multifunktionsfläche mit Anbindung an den angrenzenden Landschaftsraum geschaffen werden. „Das ist eine fantastische Chance, ein neues Stück Stadt zu bauen“, meinte Gestaltungsbeirats-Vorsitzender Prof. Carl Fingerhuth. Das Quartier sollte durch eine schöne, attraktive Grundstruktur seine Identität erhalten. Wie genau die Häuser angeordnet werden und wo welche Grünflächen entstehen, steht allerdings noch nicht fest und wird voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals im Gestaltungsbeirat behandelt.

Melanie Weidle

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