Ideen vorgestellt

Der Gemeinderat ist in seiner jüngsten Sitzung mit dem Radwegekonzept für Isny und das Umland recht kritisch umgegangen. Nach Meinung einiger Räte ist die Umsetzung auf alle Fälle zum jetzigen Zeitpunkt in seinem vollen Umfang nicht zu verwirklichen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und seine Vertreter vor Ort haben zusammen mit dem Arbeitskreis Radwege eine detaillierte Aufstellung aller notwendigen Verbesserungen am Radwegenetz vorbereitet und dem Gemeinderat vergangene Woche präsentiert.

Was davon realistisch ist und mit geringen Geldmitteln eingerichtet werden kann wird noch genauer zu betrachten sein. In seiner Gesamtheit ist das Radwegekonzept jedenfalls ein zu großer finanzieller Brocken der den Gemeinderäten vorgelegt wurde. Abgesehen davon, dass dabei Kreisstraßen, Landesstraßen und vor allem auch Überlandstrecken mit großem baulichem Aufwand zu bewältigen wären. Robert Blaser-Sziede und Albert Steiner als Mitglieder der ADFC waren zusammen mit zwei Vertretern des Gemeinderats und drei Vertretern der Stadtverwaltung rund um Isny unterwegs. Der ADFC stützt sich bei seinen Vorschlägen auf die Handlungsempfehlungen vom „Runden Tisch Radverkehr“ vom Dezember 2008 und die allgemein gültigen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung. Das ist in etwa auch die Arbeitsgrundlage des Arbeitskreises Radwege. Hier spielt allerdings auch ganz stark die finanzielle Situation und die Frage nach möglichen Zuschüssen eine Rolle. So ist das Arbeitspapier mit 35 Punkten schon von vornherein eine Kompromisslösung. Isny hat noch einiges zu richten bevor das Jahr um ist. Die Verkehrsschau ist für viele Punkte entscheidend und auch guter Wille ist auf allen Seiten vorhanden. Bleibt die Frage, wer nun was genehmigen wird. Einige der angeführten Überland-Radwege sind schon länger im Bedarfsplan, aber mehr als eine Höherstufung mit einer gewissen Dinglichkeit scheint sich daraus nicht zu ergeben. Der ADFC und der Arbeitskreis Radwege hat die vom Gemeinderat erbetenen Hausaufgaben jedenfalls erledigt. Das vorgelegte Radwegekonzept dient jetzt als Arbeitsgrundlage.

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