Erfolgreiches Projekt in Dietmannsried

Imkern auf Probe

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Die Imker-„Azubis“ Manuela Hunner (im Imkeranzug) und Margit Hiemer begutachten zusammen mit Ausbilder Andreas Stiefenhofer unterschiedliche Entwicklungsstadien ihrer Bienen.

Dietmannsried – Ohne Bienen sähe unser alle Speiseplan karg aus. 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau hängen von der Bestäubung durch die Honigbiene ab.

Um den Imkernachwuchs zu sichern, hat der Imkerverein Dietmannsried ein erfolgreiches Konzept entwickelt, das „Imkern auf Probe“, bei dem Interessierte einen Einblick in den richtigen Umgang mit den fleißigen Honiglieferanten erhalten. 

Auch wenn der Frühling in diesem Jahr nur sehr zaghaft sein blaues Band flattern lässt, befinden sich die Imker bereits mitten in der Bienensaison. So zum Beispiel beim Imkerverein Dietmannsried, der, wie schon in den vergangenen Jahren, derzeit wieder Jungimker ausbildet. Bei dem vor genau zehn Jahren vom örtlichen Imkerverein ins Leben gerufenen „Imkern auf Probe“ erhalten Interessierte ab 15 Jahren zu einem sehr moderaten Preis ein Komplettpaket aus Bienenvolk und Material und zudem über Monate hinweg eine wöchentliche Rundumbetreuung in Theorie und Praxis von versierten Imkern des Vereins. 

Die Begeisterung von Gleichgesinnten in der Gruppe stellt dabei einen weiteren Vorteil dieses Konzepts dar. 2013 fanden sich neun „Auszubildende“ ein, die von drei „alten Hasen“ (der Vorsitzende des Landesverbands Bayerischer Imker, des Bezirksverbands Schwaben und des Dietmannsrieder Imkervereins, Eckard Radke, gab sich selbst die Ehre) in der wesensgemäßen Völkerführung angeleitet werden. Am Pfingstwochenende stand am Lehrbienenstand die Schwarmverhinderung auf der Tagesordnung, auch wenn mancher Neuling sich bereits lieber mit dem ersten eingetragenen Honig beschäftigt hätte. Solange im Allgäu die Obstbäume noch in Blüte stehen, ist allerdings an eine Schleuderung des flüssigen Goldes noch nicht zu denken. Geduld ist eben eine Tugend, die gerade auch in der Imkerei gelernt werden kann. Sabine Stodal

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